Crash! China vs. Nasdaq-Bubble – Ihre Chance! (Teil 2)
Veröffentlicht: 14.06.2007 um 11:18 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
„In einigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen in China ist bereits das Nirvana eingepreist“
Alan Greenspan am 12. Juni 2007
Am chinesischen Aktienmarkt hat sich eine gefährliche Spekulationsblase entwickelt. EMFIS geht davon aus, dass die wahrscheinlich bevorstehende Korrektur vor allem den China-Finanzsektor stark belasten wird. Anleger können von diesem Szenario durch den Kauf des H-Share Reverse Bonus Zertifikats der ABN Amro Bank (WKN: AA0H89) profitieren.
Im ersten Teil dieser Kolumne haben wir uns der Analogie des aktuellen Aktienmarkt-Booms in China mit der Internet- und Technologie-Blase an der Nasdaq im Jahr 2000 gewidmet. Hier fanden wir alarmierende Parallelen. Schon die Betrachtung der jeweiligen Charts während des steilen Anstiegs hat auf schockierende Weise deutlich gemacht: Das aktuelle Chartbild des Shanghai Composite Index und der Chart des Nasdaq Composite Index unmittelbar vor dessen Zusammenbruch sind nahezu völlig identisch!
FĂĽhren wir uns diesen betrĂĽblichen Gleichklang noch einmal vor Augen:
Den Chart gibt's auf www.emfis.com!
Eine wahrhaft beunruhigende Ähnlichkeit! Allerdings wird einem echten China-Optimisten angesichts solcher „zufälligen Ähnlichkeiten“ natürlich nicht gleich das Herz in die Hose rutschen. Schließlich – so ließe sich argumentieren – hätten dem Technologie-Crash in den USA ja völlig überzogene Erwartungen und teilweise nichtswürdige Geschäftsmodelle zugrunde gelegen. Die Rallye in Shanghai werde dagegen von der mächtigen chinesischen Wirtschaftslokomotive angeschoben, die mit Wachstumsraten von über 10 Prozent pro Jahr durch die Gegend breche. Dies sei eine singuläre, unglaubliche und völlig einzigartige Story, wie sie die Welt noch nicht gesehen, gehört und erlebt habe. Oder – wie man an der Wallstreet im Jubeljahr 2000 so schön zu sagen pflegte: „This time itŽs different!“
Verfolgen wir unseren kleinen Vergleich also weiter: Ein wesentliches Kennzeichen des US-Kursrutsches waren natürlich die immensen Bewertungen. Folgt man der heute gängigen Lehrmeinung, dann haben die „allerletzten Käufer“ seinerzeit bei aller Begeisterung vergessen, dass die Kurse gegenüber den zu erwartenden Gewinnen in keinem angemessenen Verhältnis mehr standen. Sie nahmen stattdessen ausschließlich die Hoffnung auf eine glanzvolle ferne Zukunft zum Bewertungsmaßstab. Hier soll nun nicht frech behauptet werden, dass der chinesische A-Share-Index mit einem Durchschnitts-KGV von 50 etwa schon teuer sei. Allerdings stellt sich – bei aller Liebe – doch die Frage, ob nicht das eine oder andere marode Staatsunternehmen in diesem Index vielleicht bereits heute als „fair bewertet“ bezeichnet werden könnte.
Die hohen Bewertungen in China sind aber wahrscheinlich noch nicht einmal ausschlaggebend. Viel bedeutsamer erscheint uns die Tatsache, dass dort die Volatilität zuletzt enorm zugenommen hat. Auf rasante Kursanstiege folgten zuletzt immer wieder – und aus den nichtigsten Anlässen – kurze scharfe Korrekturen. Diese wiederum wurden jeweils von erneuten und kraftvollen Gegenreaktionen ausgeglichen. Genau dieses Verhalten legte seinerzeit auch der Nasdaq Composite an den Tag – kurz bevor er sich binnen weniger Monate komplett zusammenfaltete.
Der Shanghai Composite Index hat sich im Jahr 2001, dem noch einige Jahre Stagnation folgen sollten, im Durchschnitt um 0,57 Prozent pro Woche verändert; die durchschnittliche statistische Schwankungsbreite lag bei 2,03. Zuletzt änderte sich sein Wert pro Woche um durchschnittlich 1,84 Prozent, die Schwankungsbreite befand sich bei 3,48. Der Nasdaq Composite wies damals ein ganz ähnliches Muster auf. 1994 schwankte er pro Woche um 0,05 Prozent im Wert bei einer Schwankungsbreite von 1,71. Ende 1999 waren diese beiden Kennzahlen dann auf 1,25 Prozent und 3,32 angestiegen.
Das wichtigste Kriterium für einen bevorstehenden Crash dürfte aber die Käufer-Struktur sein, die die vorangegangene Blase verursacht hat. So wurde die Nasdaq am Ende ihrer Boomphase – trotz der Allgegenwart großer Pensionsfonds und Investmenttrusts – in immer höherem Maße durch unerfahrene Privatanleger aufgebläht. In China ist der Beitrag der „zittrigen Kleinanleger-Hände“ noch weitaus dramatischer. So weist die Börse Shanghai eine Marktkapitalisierung von rund 2 Billionen Dollar auf. Geschätzte 1,2 Billionen Dollar davon sind Gelder von privaten Investoren. Deren Orders dürften zuletzt zudem für 80 Prozent der gesamten Transaktionsvolumina gestanden haben. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Millionen chinesischer Anleger bereits Haus und Hof versetzt haben, um an der Börse ihr Glück zu versuchen.
Für den nüchternen Börsianer in Westeuropa stellt sich jetzt vor allem die Frage, wie er von einem Crash in China am meisten profitieren könnte. Zum A-Share-Index, dessen Lage am prekärsten ist, hat der gemeine Anleger unserer Breiten in der Regel keinen Zugang. Die in Hongkong gehandelten Titel chinesischer Unternehmen wiederum haben meist noch sehr vernünftige Bewertungen. Zudem weisen sie gegenüber den gleichen Aktien in Shanghai und Shenzhen ohnehin schon hohe Abschläge auf. Dieser an sich schon völlig absurde Sachverhalt ( und weitere Indikator für nahendes Unheil) sollte bei den gängigen H-Shares das Schlimmste verhindern.
Es gibt jedoch einen Hongkong-Sektor, der bei einem China-Crash mit Sicherheit nicht ungeschoren davonkommen wird: Der Finanzsektor! Chinas Banken und Versicherer sind nämlich auch an den inländischen Finanzmärkten stark exponiert. Die Versicherungsgesellschaften haben Unsummen an Kundengeldern an den Aktienmärkten investiert. Die Banken wiederum haben in den letzten Jahren großzügige Darlehen für Wertpapierkäufe vergeben. Beide Branchen werden zudem als erste darunter zu leiden haben, wenn 170 Millionen börsen-begeisterte Kunden plötzlich hohe Aktienmarktverluste erlitten haben oder sogar auf Schulden sitzen.
Die ABN Amro Bank hat aus diesem Grund das REVERSE BONUS QUANTO ZERTIFIKAT auf den HANG SENG CHINA H-FINANCIAL INDEX aufgelegt. Sein Wert steigt in dem gleichen Maße, wie der Hongkonger Finanz-Index fällt. Zur Risiko-Begrenzung ist ein Sicherheits-Puffer von 20 Prozent eingebaut. Um diesen Wert kann der HANG SENG H-SHARE FINANCIAL INDEX nochmals steigen, bevor für den Anleger ein Verlust entsteht.
Das Papier (WKN: AA0H89) eignet sich hervorragend dafür, um von einer Korrektur in China zu profitieren. Gleichzeitig steht damit ab sofort ein erstklassiges Instrument zur Verfügung, um China-Positionen abzusichern, von denen man sich noch nicht trennen möchte. Der Sicherheits-Puffer verhindert dabei unangenehme Anfangsverluste. Die Laufzeit endet am 25.07.2008.
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