CSRD-Standards: Bankenverband fordert schlankeres Nachhaltigkeitsreporting
Veröffentlicht am: 08.06.2026 um 14:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat deutliche Kritik an den geplanten EU-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung geübt. Der Spitzenverband der Banken und Sparkassen fordert ein schlankeres Reporting im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Zwar begrüße man die aktuelle Überarbeitung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), doch eine echte Entlastung der Institute bleibe aus.
Zu viel Bürokratie, zu wenig Klarheit
Aus Sicht der Bankenverbände fehlt es dem Regelwerk an Präzision in zentralen Bereichen. Besonders bei der Bestimmung der Wesentlichkeit fordern die Institute klarere Vorgaben. Auch die Umsetzung der sogenannten Scope-3-Ziele bereitet der Branche Kopfzerbrechen. Diese umfassen die indirekten Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – ein komplexes Feld mit vielen Unschärfen.
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Ein weiterer Kritikpunkt: die Anforderungen an die Lieferkettenberichterstattung. Die DK drängt auf praxistauglichere Regeln, um den administrativen Aufwand zu begrenzen.
Transparenz ja, Überforderung nein
Ziel der Forderungen ist klar: Die Transparenzpflichten sollen den ökologischen Transformationsprozess unterstützen, ohne Unternehmen durch übermäßige Komplexität zu überfordern. Die Stellungnahme kommt genau zum richtigen Zeitpunkt – auf EU-Ebene laufen derzeit die Bemühungen, die Berichtspflichten zu vereinheitlichen und gleichzeitig bürokratische Hürden abzubauen.
Die Institute betonen die Notwendigkeit regulatorischer Rahmenbedingungen, die eine effiziente und rechtssichere Anwendung im Bankenalltag ermöglichen. Ob die EU-Kommission die Kritik aufnimmt, bleibt abzuwarten.
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