CSU-Landesgruppenchef, Start

CSU-Landesgruppenchef will spÀteren Start der Zuckersteuer

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 12:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann fordert einen spÀteren Start der geplanten Zuckersteuer.

"Unser Wunschtermin ist der 1. Januar 2028. Dann hĂ€tten die Unternehmen Zeit, die Rezepturen umzustellen", sagte Hoffmann im "FrĂŒhstart" von RTL und ntv. Den bislang vorgesehenen Start zum 1. Juli 2027 sehe die CSU weiterhin kritisch.

Den Unternehmen ausreichend Vorlauf einzurĂ€umen, sei entscheidend. "Da muss man aber auch den Unternehmen Zeit geben, um die Rezepturen umzustellen. Das hat in anderen LĂ€ndern eben auch große Erfolge gebracht", sagte der CSU-Politiker.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) warf Hoffmann ĂŒberzogene Vorstellungen vor. Die Zuckersteuer mĂŒsse eine Lenkungssteuer sein und der PrĂ€vention dienen: "Deutschland hat da Nachbesserungsbedarf. Unsere Kinder sind zu ĂŒbergewichtig, der Zuckerkonsum zu hoch. Das wollen wir damit steuern." Trotz der angespannten Haushaltslage hĂ€lt Hoffmann einen spĂ€teren Beginn fĂŒr möglich. Er betonte, dass es nicht darum gehe, Einnahmen zu generieren. Im Mittelpunkt stehe der Lenkungsgedanke.

Kabinett beschloss heute die Steuer

Den PlĂ€nen der Koalition zufolge soll die Zuckersteuer ab dem 1. Juli 2027 erhoben werden. Der Kompromiss sieht eine zweistufige Steuer vor. Wie aus der Formulierungshilfe hervorgeht, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll ein Steuersatz von 26 Cent auf gesĂŒĂŸte GetrĂ€nke mit einem Zuckergehalt ab 5 Gramm pro 100 Milliliter gelten. Bei einem Zuckergehalt von 8 Gramm pro 100 Milliliter soll der Satz 32 Cent betragen. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ĂŒber die Einigung berichtet.

Nach Differenzen ĂŒber die Gestaltung der Steuer hatte das Kabinett einen entsprechenden Vorschlag heute auf den Weg gebracht. Der Beschluss im Bundestag steht allerdings noch aus.

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