Ukrainischer, IAB

Ukrainischer: IAB weist Kritik an Arbeitsmarktintegration zurĂŒck

02.08.2024 - 07:11:37 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Institut fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur fĂŒr Arbeit weist Kritik an der geringen BeschĂ€ftigungsquote ukrainischer GeflĂŒchteter in Deutschland als ungerechtfertigt zurĂŒck.

Ankunft von FlĂŒchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir können den Erfolg der Integration nicht allein an den ErwerbstĂ€tigenquoten messen", sagte IAB-Expertin Kseniia Gatskova der "Rheinischen Post". "Deutschland verfolgt eine Strategie der nachhaltigen Integration - anders als beispielsweise Großbritannien, das auf den temporĂ€ren Aufenthalt der GeflĂŒchteten setzt. Dort liegt die BeschĂ€ftigungsquote zwar ĂŒber 50 Prozent, jedoch arbeiten die Menschen hĂ€ufig deutlich unter ihrem Qualifikationsniveau", sagte Gatskova.

"Auch in DĂ€nemark und den Niederlanden liegt die BeschĂ€ftigungsquote ĂŒber 50 Prozent. In DĂ€nemark arbeitet jedoch ein großer Teil der GeflĂŒchteten als ReinigungskrĂ€fte, und in den Niederlanden sind es hĂ€ufig Zeitarbeitsstellen", erklĂ€rte sie. In Deutschland hingegen hĂ€tten die GeflĂŒchteten die Möglichkeit, zunĂ€chst die Sprache zu erlernen und ihre Qualifikationen anerkennen zu lassen, bevor sie eine möglichst qualifikationsadĂ€quate Arbeit aufnehmen. 70 Prozent der 1,2 Millionen seit Februar 2022 geflĂŒchteten Ukrainer hĂ€tten einen Hochschul- oder Berufsabschluss, so die IAB-Forscherin. Studien zeigten, dass der deutsche Ansatz lĂ€ngerfristig höhere BeschĂ€ftigungsquoten bringe als der kurzfristige Ansatz der europĂ€ischen Nachbarn. Derzeit liege die BeschĂ€ftigungsquote ukrainischer GeflĂŒchteter bei 27 Prozent aller FlĂŒchtlinge, Tendenz steigend. Mehr als 90 Prozent der GeflĂŒchteten wollten arbeiten, 40 Prozent dauerhaft in Deutschland bleiben.

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