Datenleck, LMU

Datenleck LMU München: IBAN und Versicherungsdaten von Studierenden gestohlen

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach dem IT-Angriff prüft die LMU den Zugriff auf sensible Studierendendaten und verlängert Fristen für die Einschreibung zum kommenden Semester.

LMU München: Cyberangriff legt Immatrikulationsdaten offen
Leerer Hörsaal einer Universität mit Holztischen und Stuhlreihen bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Bei einem Angriff auf die IT-Infrastruktur der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben sich Unbefugte Zugriff auf Immatrikulations-Stammdaten von Studierenden verschafft. Der Sicherheitsvorfall wurde am 16. September 2026 identifiziert. Die Verantwortlichen der Universität reagierten unmittelbar auf die Entdeckung und fuhren das betroffene IT-System unverzüglich herunter, um eine weitere Gefährdung abzuwenden.

Umfangreiche persönliche Informationen und Bankdaten betroffen

Nach Angaben der Hochschule erstreckt sich der unbefugte Zugriff auf ein breites Spektrum personenbezogener Daten. Zu den betroffenen Informationen gehören Basisdaten wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum und Geburtsort sowie Kontaktangaben, darunter Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen beziehungsweise LMU-E-Mail-Adressen.

Darüber hinaus erlangten die Angreifer Zugriff auf sensible Finanz- und Verwaltungsdaten. Dazu zählen hinterlegte Bankverbindungen in Form von IBAN-Nummern und gegebenenfalls Angaben zur Krankenversicherungsnummer sowie BAföG-Nummern.

Ebenfalls im betroffenen Datenbestand enthalten sind Informationen zum bisherigen Studienverlauf und zu bereits erworbenen Vorabschlüssen. Prüfungsinformationen sind nach Feststellung der Universität hingegen nicht von dem Sicherheitsvorfall betroffen.

Ausmaß des Vorfalls und Lage der Daten

Wie viele Personen insgesamt von dem Vorfall betroffen sind, steht derzeit noch nicht fest. Auch das genaue Volumen der abgegriffenen Daten sowie der genaue Zeitraum, über den der Zugriff stattfand, sind bisher unklar. Wie aus Berichten vom 19. September 2026 hervorgeht, geht die LMU München jedoch davon aus, dass von einem tatsächlichen Abruf der Stammdaten zu Immatrikulationen ausgegangen werden muss.

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Hinweise darauf, dass die unbefugt eingesehenen Daten im Internet veröffentlicht oder für weitere Aktivitäten genutzt wurden, liegen den Verantwortlichen bislang nicht vor. Die internen Prüfungen und forensischen Untersuchungen zur genauen Rekonstruktion des Angriffs dauern an.

Auswirkungen auf Einschreibungen und Fristen

Der Vorfall und die Abschaltung des IT-Systems haben unmittelbare operative Konsequenzen für den universitären Betrieb zum anstehenden Semester. Die LMU verlängerte die Fristen für die Immatrikulation, um Nachteile für Studieninteressierte und Studierende zu vermeiden. Berichten vom 19. September 2026 zufolge sollen neue Einschreibungen in den kommenden Tagen beziehungsweise ab der kommenden Woche wieder über die Systeme möglich sein.

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