DAX-Aufsichtsräte, Spitzenverdienste

DAX-Aufsichtsräte: Spitzenverdienste klettern auf 950.000 Euro

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 18:25 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Analyse zeigt große Vergütungsunterschiede bei DAX-Kontrolleuren. Spitzenverdiener erhalten fast das Fünffache der unteren Gehaltsklasse.

DAX-Aufsichtsräte: Gehaltsschere klafft weit auseinander
Ein Stapel Euro-Banknoten, wobei eine einzelne, größere Banknote oben liegt, um Gehaltsunterschiede darzustellen, vor einem verschwommenen Bürohintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Analyse von Mercer und der HKP Group für das Jahr 2025.

Während die Spitzenverdiener knapp an die Millionengrenze heranreichen, kassieren die Chefaufseher am unteren Ende nur rund ein Fünftel dieser Summe. An der Spitze: Alexander Wynaendts von der Deutschen Bank mit 950.000 Euro.

15 Aufseher über der 500.000-Euro-Marke

Damit verdient der Bank-Chefkontrolleur fast fünfmal so viel wie Wolfgang Porsche bei der Porsche Holding oder Michael König beim MDax-Unternehmen Symrise. Insgesamt erhielten 15 Aufsichtsratsvorsitzende im DAX mehr als 500.000 Euro.

Die Gehaltsunterschiede beschränken sich nicht auf den DAX. In der zweiten Börsenreihe, dem MDAX, lag die Durchschnittsvergütung bei 259.000 Euro. Im SDAX sank dieser Wert auf 145.000 Euro.

Deutlicher Rückstand zu Europa

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Trotz der Spitzengehälter liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück. Der Durchschnitt im Euroraum beträgt laut Analyse 879.000 Euro. Das Verhältnis zur Vergütung der Vorstandschefs bleibt stabil: Die Aufseher erhalten im Schnitt 28 Prozent der Vorstandsbezüge. Die DAX-Vorstände verdienen durchschnittlich 6,9 Millionen Euro.

Moderater Anstieg über 20 Jahre

Historisch betrachtet sind die Bezüge der Aufsichtsratschefs stetig gestiegen. Über 20 Jahre verzeichneten die Experten ein jährliches Plus von durchschnittlich 3,2 Prozent. Im Jahr 2025 fiel der Anstieg mit 2,2 Prozent etwas geringer aus.

Neue Regeln für Kontrolleure

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Neben der reinen Vergütung rücken Governance-Aspekte in den Fokus. Zehn DAX-Konzerne verlangen inzwischen von ihren Aufsichtsratsmitgliedern verpflichtende Aktienkäufe. Ziel: Die Interessen der Kontrolleure stärker an die langfristige Unternehmensentwicklung binden.

Parallel stehen einzelne Unternehmen vor personellen Weichenstellungen. Der Schmierstoffhersteller FUCHS SE kündigte an, den Aufsichtsrat im Frühjahr 2027 neu zu ordnen. Maike Schuh soll dann für die Wahl nominiert werden und den Vorsitz im Prüfungsausschuss von Ingeborg Neumann übernehmen. Diese scheidet nach zwölfjähriger Tätigkeit aus.

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