Denkmalschutz: DSD bewilligt 60.000 Euro fĂŒr GebĂ€ude in Bremen und Sachsen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 11:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt finanzielle Mittel fĂŒr die Instandsetzung historischer Bausubstanz in Bremen und Sachsen zur VerfĂŒgung.
Wie aus einem Bericht vom 1. Oktober 2026 hervorgeht, flieĂen Fördergelder in die Sanierung eines markanten Wohn- und GeschĂ€ftshauses im Bremer Ostertorviertel sowie in den Erhalt eines Kulturhauses in Borstendorf. Die Mittel setzen sich aus privaten Spenden sowie ErtrĂ€gen der Rentenlotterie GlĂŒcksSpirale zusammen.
Fassadensanierung am Bremer Ostertorsteinweg
In Bremen unterstĂŒtzt die Stiftung die Sanierung der Fassade des GebĂ€udes Ostertorsteinweg 88/89 mit einem Betrag von 40.000 Euro. Das dreigeschossige Putzbauwerk wurde in den Jahren 1904 und 1905 nach EntwĂŒrfen des Architekten Hans Lassen fĂŒr die Familie Bodes errichtet.
Die Architektur zeichnet sich durch einen prĂ€gnanten Giebel sowie Fisch- und Muschelornamente aus, die auf die gewerbliche Tradition des Standorts verweisen. Bereits seit 1886 ist dort ein FischgeschĂ€ft ansĂ€ssig, nachdem das GrundstĂŒck im Jahr 1903 erworben worden war.
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Das GebĂ€ude, das seit 1973 unter Denkmalschutz steht, beherbergt heute vier Wohneinheiten und ein LadengeschĂ€ft. Die offizielle Ăbergabe des Fördervertrags ist fĂŒr den 8. Oktober 2026 geplant. Dabei wird der Ortskurator der DSD, Dr. Wolfram Seibert, das Dokument an Olaf Jochberg von der Akkura Haus- und Eigentumsverwaltung ĂŒbergeben. Das Objekt gehört zu den mehr als 40 Denkmalen, die die Stiftung allein im Land Bremen fördert.
Erhalt der Nachkriegsmoderne in Borstendorf
Ein weiteres Förderprojekt betrifft das Kulturhaus âNeues Lebenâ in Borstendorf. FĂŒr die Instandsetzung der Dacheindeckung am dortigen Saalbau stellt die DSD insgesamt 20.000 Euro bereit. Davon stammen 3.000 Euro aus der treuhĂ€nderischen Baudenkmalstiftung Nachkriegsmoderne.
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Der GebĂ€udekomplex, bestehend aus einem Altbau, einem Verbindungsbau und dem Saalbau, hat seine UrsprĂŒnge in einem Gasthof aus dem Jahr 1856. In den frĂŒhen 1960er-Jahren erfolgte der Umbau zum Kulturhaus durch die VEB Papierfabriken GrĂŒnhainichen. Der dazugehörige Festsaal umfasst eine FlĂ€che von rund 400 Quadratmetern.
Nach Angaben der Stiftung ist insbesondere die bauzeitliche Deckung aus Preolithschindeln an der Nordseite des Saalbaus aus dem Jahr 1963 gefĂ€hrdet. Mit der Bereitstellung der Mittel soll der Fortbestand des Komplexes gesichert werden, der seit 2025 zu den ĂŒber 880 von der DSD geförderten Denkmalen in Sachsen zĂ€hlt.
