Antisemitismusbeauftragter zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr Trumps Gaza-Plan
04.03.2025 - 14:26:59 | dpa.de"Es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Ich halte es nicht fĂŒr verkehrt, radikal und einmal völlig neu zu denken", sagte Felix Klein der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung".
Im Gegensatz zu dem, was in einigen Medienberichten behauptet werde, habe Trump auch nicht von Vertreibung gesprochen, das sei ĂŒbertrieben worden. Er habe von einer Umsiedlung gesprochen, wĂ€hrend der Gazastreifen aufgebaut werde. "WĂ€hrend Sie Ihr Haus renovieren, schlafen Sie schlieĂlich auch nicht darin, und die massiven Zerstörungen verlangen im Grunde nach einem umfassenden Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur."
Klein: Idee internationaler Verwaltung sinnvoll
Politisch mĂŒsse man sehen, dass es Israel selbst mit seinem massiven Einsatz nicht gelungen sei, das Problem militĂ€risch zu lösen. "Insofern halte ich auch die Idee einer internationalen Verwaltung fĂŒr das Gebiet durchaus fĂŒr einen vernĂŒnftigen Vorschlag, den man diskutieren kann", so Klein.
Ăber die Zukunft des Gazastreifens wird international gestritten. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte erklĂ€rt, Amerika werde die Kontrolle ĂŒber das Gebiet ĂŒbernehmen. Er will die palĂ€stinensische Bevölkerung zwangsumsiedeln, um Gaza in eine "Riviera des Nahen Ostens" zu verwandeln. Trump will auch nicht, dass die PalĂ€stinenser in den Gazastreifen zurĂŒckkehren - er argumentiert, dass sie anderswo besser untergebracht wĂŒrden. Der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, lieĂ deren RĂŒckkehr allerdings offen.
Der Vorschlag stöĂt auf heftige Kritik. Israel will die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas zerschlagen, wĂ€hrend palĂ€stinensische Vertreter auf einen Wiederaufbau unter eigener Verwaltung drĂ€ngen.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
