Apothekerverband warnt vor Zunahme von LieferengpÀssen im Winter
08.08.2023 - 06:53:30 | dts-nachrichtenagentur.de"Wir sehen mit groĂer Sorge auf die kalte Jahreszeit", sagte Verbandschef Thomas Preis der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Schon jetzt sind zahlreiche Antibiotika fĂŒr Kinder nicht zu bekommen."
Die Situation sei bereits im Sommer schon so schwierig, dass man antibiotische SĂ€fte, die eigentlich fĂŒr USA oder Polen vorgesehen seien, an die Kinder hier abgeben mĂŒsse. "Sehr oft muss aber der Wirkstoff geĂ€ndert werden. So kann nicht in jedem Fall nach den medizinischen Leitlinien therapiert werden." Preis warnte weiter: "Ein bisschen können wir jetzt schon ahnen, was ab Herbst auf uns zukommt. Denn zurzeit ist auf der SĂŒdhalbkugel bereits Winter und dort grassiert eine ungewöhnlich heftige Infektionswelle. Dort sind besonders Kinder betroffen. Meistens wiederholt sich das dann bei uns in Europa. So war es auch im letzten Jahr, als sowohl in Australien und spĂ€ter dann bei uns auch eine sehr starke RS-Virus-Infektionswelle auftrat." Der Apothekerverband fordert eine Ankaufzusage durch den Staat, um Hersteller zu höherer Produktion zu animieren: "Durch aktive staatliche Vorabbestellungen von lebensnotwendigen Antibiotika bei den Herstellern können VersorgungslĂŒcken vermieden werden. Das ist uns ja auch bei der Bereitstellung von Corona-Impfstoffen gelungen", so Preis.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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