Deutschland, Erneuerbare Energie

Weniger neue Solaranlagen - mehr Batteriespeicher

03.05.2026 - 10:29:37 | dpa.de

Der Ausbau entwickelt sich derzeit in gegensÀtzliche Richtungen - der Bundesverband Solarwirtschaft macht sich aber um beide Bereiche Sorgen.

  • Der Bau von neuen Solaranlagen stockt - vor allem im Privatbereich. (Archivbild) - Foto: Rainer Jensen/dpa
    Der Bau von neuen Solaranlagen stockt - vor allem im Privatbereich. (Archivbild) - Foto: Rainer Jensen/dpa
  • Batteriespeicher und Solaranlagen ergĂ€nzen sich zwar, entwickeln sich aktuell aber in unterschiedliche Richtungen. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa
    Batteriespeicher und Solaranlagen ergÀnzen sich zwar, entwickeln sich aktuell aber in unterschiedliche Richtungen. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa
Der Bau von neuen Solaranlagen stockt - vor allem im Privatbereich. (Archivbild) - Foto: Rainer Jensen/dpa Batteriespeicher und Solaranlagen ergÀnzen sich zwar, entwickeln sich aktuell aber in unterschiedliche Richtungen. (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

In Deutschland werden weniger neue Solarstrom-Anlagen, aber deutlich mehr Batteriespeicher gebaut. Bei der Photovoltaik sank der Zubau im ersten Quartal um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) errechnet hat. Bei Batteriespeichern fiel der Zubau dagegen um zwei Drittel höher aus. Beide Angaben hat der Verband aus Daten der Bundesnetzagentur berechnet.

Die in den ersten drei Monaten dieses Jahres neu installierten Solaranlagen haben den Angaben zufolge eine Maximalleistung von 3,5 Gigawatt. Insbesondere im GebĂ€udebereich fiel der Zubau dabei deutlich niedriger aus. So sackte die neu gebaute Maximalleistung im Heimsegment um 21 Prozent auf 0,85 Gigawatt ab. Im Gewerbedachsegment mit grĂ¶ĂŸeren Anlagen sogar um 33 Prozent auf 0,6 Gigawatt. Und auch die vergleichsweise kleinen und billigen Balkonkraftwerke zeigen Bremsspuren: Hier sank der Zubau um 6 Prozent auf 0,09 Gigawatt. 

Dass der GesamtrĂŒckgang im Solarbereich nicht sehr viel stĂ€rker ausfiel, liegt an einem starken Plus bei den FreiflĂ€chenanlagen. In der Regel sind das sehr viel weniger, aber grĂ¶ĂŸere Einrichtungen. Bei ihnen stieg die neu installierte Maximalleistung um 20 Prozent auf 1,97 Gigawatt.

2 Gigawattstunden neue SpeicherkapazitÀt

Bei den Batteriespeichern wurden 2 Gigawattstunden an SpeicherkapazitĂ€t neu in Betrieb genommen. Damit wuchs der Batteriespeicherbestand insgesamt auf rund 28 Gigawattstunden, verteilt auf 2,5 Millionen Anlagen. Rein rechnerisch entspricht die installierte GesamtkapazitĂ€t dem durchschnittlichen privaten Tagesstromverbrauch von rund 3 Millionen Haushalten in Deutschland, heißt es vom BSW-Solar.

Mehr als die HĂ€lfte des Zubaus im ersten Quartal entfiel dabei auf Großspeicher mit KapazitĂ€ten jenseits einer Megawattstunde. Das war beinahe eine Vervierfachung zum Vorjahr. Im Heimspeichersegment mit KapazitĂ€ten von 5 bis 20 Kilowattstunden stagnierte der Zubau dagegen bei rund 0,74 Gigawatt.

Warnung vor KĂŒrzungen

Mit den Batteriespeichern könnten witterungsbedingte Schwankungen bei der Produktion von Solar- und Windstrom ausgeglichen werden, betont der Verband. Allerdings ist er angesichts der aktuellen PlĂ€ne der Bundesregierung um beide Bereiche besorgt. So warnt BSW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Carsten Körnig vor weiteren Einschnitten bei der Solarförderung. Und zu den Batteriespeichern sagt er, diese dĂŒrften bei den kommenden Kraftwerksauktionen «nicht durch ungeeignete Ausschreibungskriterien gegenĂŒber Gaskraftwerken benachteiligt werden». 

Die erneute Energiekrise zeige, wie wichtig es sei, Deutschland mit Hilfe eines schnelleren Ausbaus von erneuerbaren Energien und Speichern unabhĂ€ngiger von teuren Energieimporten zu machen, sagt Körnig. «Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den beliebtesten EnergiepreisdĂ€mpfer der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.»

Immerhin rechnet der Verband fĂŒr die nĂ€chsten Wochen in Sachen Solar mit einer «zumindest leichten Belebung der Nachfrage infolge der jĂŒngsten Energiekrise und aufgrund von Vorzieheffekten in Erwartung möglicher Fördereinschnitte». Dies ersetze aber keine verlĂ€sslichen Investitionsbedingungen.

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