SchÀtzung, Netto-Einwanderung

SchĂ€tzung: Netto-Einwanderung nach Großbritannien halbiert

22.05.2025 - 16:12:45 | dpa.de

Der EinwanderungsĂŒberschuss nach Großbritannien hat sich nach SchĂ€tzungen der Statistikbehörde des Landes im vergangenen Jahr knapp halbiert.

Die Nettoeinwanderung - also die Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung - lag demnach 2024 bei 431.000 Menschen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 860.000.

Die Zahl der Einwanderer lag demnach mit 948.000 Ankömmlingen erstmals seit 2022 wieder unter einer Million Menschen. Zeitgleich stieg die Zahl derjenigen, die auswanderten, im Jahresvergleich um rund 50.000.

Zahl der Einwanderer nach Brexit vervielfacht

Das Thema Migration ist in Großbritannien politisch stark aufgeladen und gilt als ein wesentlicher Faktor beim EU-Austritt des Landes. Ironischerweise hat sich die Zahl der Einwanderer aber nach dem Brexit vervielfacht, vor allem durch Zuzug aus Nicht-EU-LĂ€ndern. Brexit-VorkĂ€mpfer Nigel Farage liegt wohl auch deshalb mit seiner rechtspopulistischen Partei Reform UK in Umfragen deutlich vor den beiden großen Parteien Labour und Konservative.

Die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer will die Zuwanderungsregeln weiter verschĂ€rfen. KĂŒrzlich stellte Starmer dazu PlĂ€ne vor, wie etwa die Abschaffung des zur BekĂ€mpfung des Pflegenotstands eingefĂŒhrten "Care Worker Visa" fĂŒr Pflegeberufe. FĂŒr das zentrale Arbeitsvisum ("Skilled Worker Visa") soll grundsĂ€tzlich wieder ein Hochschulabschluss verlangt werden. Arbeitgeber sollen stĂ€rker auf die Qualifikation von britischen ArbeitskrĂ€ften setzen.

Geringe Einwanderung aus Nicht-EU-LĂ€ndern

Bereits die konservative VorgĂ€ngerregierung hatte die Einreisebestimmungen deutlich verschĂ€rft. So wurden die Möglichkeiten fĂŒr den Familiennachzug von Studierenden und Angestellten im Gesundheitswesen stark eingeschrĂ€nkt. Auch die Einkommensanforderungen fĂŒr qualifizierte Einwanderer wurden erhöht.

Das scheint nun Wirkung zu zeigen: Der starke RĂŒckgang sei vor allem auf eine geringere Einwanderung aus Nicht-EU-LĂ€ndern zurĂŒckzufĂŒhren, die mit Arbeits- und Studienvisa ins Land gekommen seien, hieß es in einem Bericht der Behörde. Gleichzeitig seien mehr Menschen dauerhaft ausgereist, die mit Studienvisa nach Ende der Corona-Pandemie ins Land gekommen waren.

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