Deutschland, Unwetter

Blitze richteten vergangenes Jahr weniger SchÀden an

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 04:40 Uhr | dpa.de

Der Gesamtverband der Versicherer meldet einen deutlichen RĂŒckgang. Die ErklĂ€rung ist einfach.

Blitze haben vergangenes Jahr hohe SchÀden angerichtet. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
Blitze haben vergangenes Jahr hohe SchÀden angerichtet. (Archivbild) - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Blitze haben 2025 in Deutschland deutlich weniger SchĂ€den angerichtet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat im vergangenen Jahr 180.000 versicherte SchĂ€den gezĂ€hlt. «Das sind 40.000 weniger als im Vorjahr», sagt HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Asmussen.

Der RĂŒckgang der FĂ€lle sorgte auch fĂŒr eine geringere Schadenssumme. Insgesamt zahlten die Versicherer 310 Millionen Euro - 30 Millionen weniger als im Vorjahr. Allerdings wurden die einzelnen SchĂ€den teurer: «Jeder Schaden kostete die Versicherer rund 1.760 Euro und somit rund elf Prozent mehr als im Vorjahr», sagt Asmussen. Dies sei erneut ein Höchstwert. «Diese Entwicklung hĂ€lt seit einigen Jahren an», erklĂ€rt er. «Grund dafĂŒr ist vor allem die immer hochwertigere und technisch modernere Ausstattung von GebĂ€uden.»

Wenig Blitze - wenig SchÀden

Hintergrund des RĂŒckgangs der SchĂ€den ist das Wetter im vergangenen Jahr: 2025 war extrem blitzarm. Der in Österreich ansĂ€ssige Informationsdienst Aldis/Blids zĂ€hlte in ganz Deutschland nur 99.930 Erdblitze. Das waren nicht einmal halb so viele wie im Vorjahr. Ein Grund dafĂŒr war, dass es oft zu trocken war, zwischendurch auch tendenziell zu kalt. Gewitter entstehen besonders dann hĂ€ufig, wenn es warm und feucht ist. 

BlitzschĂ€den entstehen nicht nur durch direkte EinschlĂ€ge, sondern auch durch kurzzeitige Überspannungen im Stromnetz. Klassische SchĂ€den durch direkte EinschlĂ€ge sind laut GDV zerstörte DachflĂ€chen, Risse im Mauerwerk oder am Schornstein. Überspannungen lassen dagegen Steckdosen verschmoren, beschĂ€digen ElektrogerĂ€te wie Computer und Telefonanlagen oder die Haustechnik.

Im laufenden Jahr könnte es ĂŒbrigens wieder mehr BlitzschĂ€den geben als 2025. Den Aldis/Blids-Zahlen zufolge hat es 2026 schon gut 101.000-mal eingeschlagen - öfter als im gesamten Jahr 2025. Und die Gewittersaison, die sich typischerweise bis in den September zieht, ist noch nicht vorbei.

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