Allianz Trade: Insolvenzen gefÀhrden mehr als 200.000 Jobs
22.04.2026 - 06:00:05 | dpa.de
Unternehmensinsolvenzen gefĂ€hrden nach EinschĂ€tzung des Kreditversicherers Allianz Trade dieses Jahr mehr als 200.000 ArbeitsplĂ€tze in Deutschland. Das teilte die Allianz-Tochter aus Paris und Hamburg mit, die einen Ausblick ĂŒber internationale Insolvenzen veröffentlicht hat. Es handelt sich bei der Zahl um eine Hochrechnung, also eine SchĂ€tzung auf Datenbasis.
«Schon jetzt hat der Nahost-Konflikt auf Deutschland deutliche Auswirkungen, und auch der US-Handelskrieg ist lĂ€ngst nicht vorbei», sagte Milo Bogaerts, der Chef von Allianz Trade in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz.Â
In Deutschland rechnet der Kreditversicherer damit, dass die Zahl der Insolvenzen zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 24.650 FĂ€lle zunehmen wird. «Das wĂ€re der höchste Stand seit 14 Jahren», sagte Bogaerts. Laut dem Statistischen Bundesamt hatten die deutschen Amtsgerichte vergangenes Jahr 24.064 FĂ€lle registriert - was einem deutlichen Plus um 10,3 Prozent entsprach.Â
Alles in allem geht Allianz Trade davon aus, dass Unternehmensinsolvenzen international um sechs Prozent steigen werden - also stÀrker als in Deutschland. Die Experten hatten die Prognose wegen des Iran-Kriegs nach oben korrigiert. Der Konflikt verschÀrfe den Druck auf energieintensive Sektoren wie Transport, Chemie und Metall, sagte Firmenchefin Aylin Somersan Coqui.
NĂ€chstes Jahr erwartet Allianz Trade in Deutschland eine Umkehr der Entwicklung: Die Insolvenzen sollen um zwei Prozent auf 24.150 FĂ€lle zurĂŒckgehen. Nach EinschĂ€tzung des Versicherers werden kriegsbedingte Belastungen abnehmen und KonjunkturmaĂnahmen die Wirtschaft ankurbeln.
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