SPD-Politiker Roth: Weitreichende Waffen gegen Russland zulÀssig
18.11.2024 - 13:57:42 | dpa.de"Die VerbĂŒndeten der Ukraine, inklusive Deutschland, hĂ€tten gut daran getan, ihre militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine besser abzustimmen und auch solche Richtungsentscheidungen eng miteinander zu koordinieren", sagte der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Bundestag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Hintergrund sind US-Medienberichte, nach denen der scheidende US-PrÀsident Joe Biden der Ukraine erstmals erlaubt hat, taktische Raketen des Typs ATACMS mit einer Reichweite von mehreren Hundert Kilometern gegen Ziele in Russland einzusetzen.
Die deutsche Bundesregierung habe sich in der Ukraine-Politik stets eng an den USA orientiert und im Geleitzug mit den internationalen Partnern gehandelt, so Roth. "Dass dieser bewĂ€hrte Pfad beim Einsatz weitreichender Waffen frĂŒhzeitig verlassen wurde, schwĂ€cht nicht nur die Ukraine, sondern auch Deutschlands Reputation bei unseren VerbĂŒndeten", sagte der Sozialdemokrat. "Unsere rote Linie sollte immer das Völkerrecht sein - und das lĂ€sst den Einsatz weitreichender Waffen auch gegen militĂ€rische Ziele auf russischem Boden zu",
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hĂ€lt derweil an seinem strikten Nein zur Lieferung weitreichender Marschflugkörper vom Typ Taurus an die Ukraine fest. Auch der SPD-Abgeordnete Nils Schmid ist dagegen: "Der Taurus-Marschflugkörper ist aus guten GrĂŒnden bislang nicht geliefert worden", sagte er der "Rheinischen Post". "Die Entscheidung von PrĂ€sident Biden hat zudem innenpolitische GrĂŒnde." Biden wolle der Ukraine "ein Signal der entschlossenen UnterstĂŒtzung" senden und es Donald Trump erschweren, diese UnterstĂŒtzung nach seinem Amtsantritt schlagartig zu beenden.
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