Ukraine, BrĂŒssel

Ukraine kritisiert in BrĂŒssel Verzögerung bei MilitĂ€rhilfe

29.08.2024 - 10:38:04 | dpa.de

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat bei einem Treffen mit den Außenministern der EU-Staaten mehr ZuverlĂ€ssigkeit und Tempo bei versprochenen Waffenlieferungen gefordert.

"Es gibt eine Kluft zwischen der AnkĂŒndigung militĂ€rischer Hilfe und der tatsĂ€chlichen Lieferung der Hilfe", sagte Kuleba in BrĂŒssel. Wenn die zeitliche LĂŒcke exzessiv lang sei, könne man militĂ€risch nicht planen und wisse nicht, worauf man sich auf dem Schlachtfeld verlassen könne und worauf nicht.

Als ein Beispiel nannte Kuleba Verzögerungen bei der Bereitstellung von Luftverteidigungssystemen. "Erneut wurden einige Patriot-Systeme angekĂŒndigt und noch nicht geliefert", kritisierte er. Man stehe kurz vor dem Beginn eines Schuljahres und mĂŒsse die StĂ€dte und Kinder schĂŒtzen. Zuletzt hatten unter anderem RumĂ€nien und die Niederlande die Lieferung zusĂ€tzlicher Patriot-Systeme in Aussicht gestellt.

Kuleba forderte zudem eindringlich ein Aufheben aller BeschrĂ€nkungen fĂŒr den Einsatz westlicher Waffen gegen Russland. Sie verbieten den ukrainischen StreitkrĂ€ften zum Beispiel, mit weitreichenden Marschflugkörpern und Raketen Ziele im russischen Hinterland anzugreifen. Hintergrund ist die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell stellte sich hinter die Forderungen Kulebas und verwies auf die anhaltende IntensitĂ€t der Angriffe Russlands auf die Ukraine. "Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 hat Russland mehr als 14.000 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert", sagte er. Hinzu kĂ€men rund 10.000 Raketen und viele weitere Gleitbomben.

Zu Spekulationen, dass wegen SparzwĂ€ngen in Deutschland kĂŒnftig weniger Waffenlieferungen in der Ukraine ankommen könnten, sagte Kuleba, er werde am Rande des Treffens mit seiner deutschen Kollegin Annalena Baerbock reden. Man habe bereits Versicherungen gehört, dass die Versprechungen fĂŒr dieses Jahr gehalten wĂŒrden. Unter den aktuellen UmstĂ€nden könne die UnterstĂŒtzung der Ukraine nicht Gegenstand finanzieller Diskussionen sein, warnte Kuleba. Es gehe um die Zukunft Europas.

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