US-Nato-Botschafter: Wir erwarten, dass die EuropÀer zahlen
17.07.2025 - 15:59:36 | dpa.deEr denke nicht, dass sich viel an dem Ă€ndern werde, was bereitgestellt werde, sagte Matthew Whitaker in BrĂŒssel im GesprĂ€ch mit Journalisten. Es Ă€ndere sich nur, dass die USA jetzt erwarteten, dass die EuropĂ€er fĂŒr die Waffenhilfen bezahlten.
Der Plan sei, dass in den USA hergestellte VerteidigungsausrĂŒstung an die europĂ€ischen VerbĂŒndeten verkauft werde - und diese sie dann der Ukraine zur VerfĂŒgung stellten. Die Koordinierung werde ĂŒber die Nato laufen.
USA wollen Beitrag auf Augenhöhe
Whitaker Ă€uĂerte sich im Hauptquartier des BĂŒndnisses zu Fragen zu den jĂŒngsten AnkĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump. Dieser hatte am Montag nach rund sechsmonatigen BemĂŒhungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine deutlich gemacht, dass die USA nun grundsĂ€tzlich wieder zu neuen Waffenlieferungen an die Ukraine bereit sind. Gleichzeitig soll es diese aber nur dann geben, wenn andere Nato-Partner dafĂŒr zahlen. Europa werde nun seinen Beitrag zur VerteidigungsunterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten bringen, sagte Whitaker.
Zu Details Ă€uĂerte er sich nicht. Fraglich ist derzeit vor allem, ob die USA auch von der Ukraine dringend benötigte Luftverteidigungssysteme von Typ Patriot abgeben wĂŒrden. Deutschland hat sich bereits grundsĂ€tzlich bereiterklĂ€rt, etwa zwei Milliarden Euro fĂŒr zwei Systeme zur VerfĂŒgung zu stellen. Bislang ist aber unklar, woher sie kommen sollen.
Whitaker sagte, es gebe derzeit GesprÀche auf höchster Ebene zu dem Thema. Er persönlich habe Anfang der Woche auch mit dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius gesprochen. Dies sei sehr hilfreich gewesen.
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