US-Sondergesandter Kellogg zu GesprÀchen in Kiew
14.07.2025 - 14:23:10 | dpa.deDer Leiter der ukrainischen PrĂ€sidialverwaltung, Andrij Jermak, nahm den pensionierten US-General am Bahnhof der Hauptstadt mit einer Umarmung in Empfang. "Es gibt viele Themen fĂŒr GesprĂ€che", schrieb Jermak auf seinem Telegramkanal unter den Bildern der Ankunft. Dazu gehörten Verteidigung, StĂ€rkung der Sicherheit, Waffen und der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den USA.
SpĂ€ter empfing auch der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj Kellogg. Er habe mit seinem Gast ĂŒber Wege zum Frieden gesprochen, schrieb der Staatschef anschlieĂend auf sozialen Netzwerken. Dazu zĂ€hlte Selenskyj vor allem die StĂ€rkung der ukrainischen Verteidigung durch die Lieferung von Flugabwehrwaffen und gemeinsamer RĂŒstungsproduktion.
WĂ€hrend solche Visiten in der Regel aus SicherheitsgrĂŒnden geheim gehalten werden, hatte Kellogg die Reise am Freitag selbst angekĂŒndigt. Demnach will der Abgesandte von US-PrĂ€sident Donald Trump eine Woche in der Ukraine bleiben, um sich ein Bild vor Ort zu machen und Verhandlungen zu fĂŒhren.
Trump zunehmend unzufrieden mit Kremlchef Wladimir Putin
Der Besuch könnte fĂŒr einen Wendepunkt der Trump-Administration in ihrer Politik im Ukraine-Konflikt stehen. Trumps VorgĂ€nger Joe Biden hatte die Ukraine in dem seit mehr als drei Jahren wĂ€hrenden russischen Angriffskrieg unterstĂŒtzt. Trump hingegen sah sich bislang als Vermittler. Um ein schnelles Ende der Kampfhandlungen zu erreichen, hat er bisher unter anderem mit reduzierten Waffenlieferungen vor allem Druck auf Kiew ausgeĂŒbt. Zuletzt war seine öffentliche Position gegenĂŒber Moskau kritischer geworden.
Kellogg gilt in der Trump-Administration als der Politiker, der am ehesten mit Kiew sympathisiert. Trump selbst hat seinerseits fĂŒr diesen Montag eine "wichtige ErklĂ€rung" zu Russland in Aussicht gestellt.
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