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Deutsche Bank rÀumt Fehler im Umgang mit Epstein ein

09.02.2026 - 11:44:06 | dpa.de

Der verstorbene SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein soll mehr als 40 Konten bei der Deutschen Bank gefĂŒhrt haben. Wie Deutschlands grĂ¶ĂŸtes Geldhaus auf die neuen EnthĂŒllungen reagiert.

  • Die frĂŒhere Kundenbeziehung zu dem verstorbenen SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein wird der Deutschen Bank immer wieder zur Last gelegt. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
    Die frĂŒhere Kundenbeziehung zu dem verstorbenen SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein wird der Deutschen Bank immer wieder zur Last gelegt. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
  • Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nannte es im Juli 2020 in einem TV-Interview einen Fehler, Epstein 2013 als Kunden der Deutschen Bank angenommen zu haben. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa
    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nannte es im Juli 2020 in einem TV-Interview einen Fehler, Epstein 2013 als Kunden der Deutschen Bank angenommen zu haben. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa
Die frĂŒhere Kundenbeziehung zu dem verstorbenen SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein wird der Deutschen Bank immer wieder zur Last gelegt. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nannte es im Juli 2020 in einem TV-Interview einen Fehler, Epstein 2013 als Kunden der Deutschen Bank angenommen zu haben. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa

Angesichts neuer EnthĂŒllungen hat die Deutsche Bank ihre GeschĂ€ftsbeziehung zu dem verstorbenen SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein erneut als Fehler bezeichnet. «Wie seit dem Jahr 2020 immer wieder betont, erkennt die Bank ihren Fehler an, Jeffrey Epstein 2013 als Kunden aufgenommen zu haben», teilte ein Sprecher des Geldhauses in Frankfurt auf Anfrage mit.

Epstein war nach Angaben der Deutschen Bank im August 2013 Kunde des Instituts geworden, im Dezember 2018 leitete die Bank demnach den «Prozess der Beendigung» der Kundenbeziehung ein.

Der US-MultimillionĂ€r Epstein hatte ĂŒber Jahre aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch MinderjĂ€hrige zum Opfer fielen. Der verurteilte SexualstraftĂ€ter starb 2019 im Alter von 66 Jahren in der Haft, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hĂ€tte kommen können.

Mehr als 40 Konten bei der Deutschen Bank

In den jĂŒngst vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten aus den Epstein-Akten finden sich Berichten mehrerer Medien zufolge Hinweise darauf, dass Epstein zwischenzeitlich mehr als 40 Konten bei der Deutschen Bank fĂŒhrte und einen Großteil seines Vermögens dort verwahrte.

Die «Bild»-Zeitung zitierte am Samstag den VizeprĂ€sidenten der Deutschen Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz (DSW), den Frankfurter Rechtsanwalt Klaus Nieding, mit der Forderung an die Deutsche Bank, Finanzunterlagen zur GeschĂ€ftsverbindung mit Epstein offenzulegen: «Die Vorlage dieser Unterlagen und eine eindeutige und schonungslose Offenlegung der seinerzeitigen GeschĂ€ftsverbindung ist auch eindeutig vor der PrĂ€senz-Hauptversammlung der Bank am 28. Mai 2026 erforderlich, um einen Reputationsschaden durch die GerĂŒchtekĂŒche zu vermeiden.»

Deutsche Bank: Haben aus diesem Fehler gelernt

Die Deutsche Bank betonte auf Anfrage, unmittelbar nach Epsteins Verhaftung im Juli 2019 habe das Institut die zustĂ€ndigen Behörden kontaktiert und ihre volle UnterstĂŒtzung bei den Ermittlungen angeboten. «Die Deutsche Bank hat das Thema in Absprache mit den Aufsichtsbehörden aufgearbeitet und ist die Probleme systematisch angegangen», sagte der Sprecher des Dax-Konzerns. 

Seither habe die Bank «substanziell in Schulungen, Kontrollen und in die Verbesserung ihrer operativen Prozesse investiert und ihre Kontrollen zur BekÀmpfung von FinanzkriminalitÀt erheblich verstÀrkt». Der Deutsche-Bank-Sprecher bekrÀftigte: «Wir bedauern unsere damalige GeschÀftsbeziehung zu Epstein zutiefst. Die Deutsche Bank hat aus diesem Fehler gelernt.» 

Ähnlich hatte sich im Juli 2020 der seit April 2018 amtierende Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing in einem CNBC-Interview geĂ€ußert: Die Bank habe «ihre Lektion gelernt» und es seien «natĂŒrlich auch personelle Konsequenzen gezogen worden», sagte Sewing in dem Interview des US-TV-Senders.

de | wirtschaft | 68566330 |

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