Werding gegen Gesundheitsbeitrag auf Dividenden oder Mieteinnahmen
09.02.2026 - 17:29:01 | dts-nachrichtenagentur.de
Der Wirtschaftsweise Martin Werding lehnt die von der SPD ins Spiel gebrachte EinfĂŒhrung eines neuen Gesundheitsbeitrags auf Dividenden, ZinsertrĂ€ge oder Mieteinnahmen ab."Damit wĂŒrde man aus der heutigen Sozialversicherung ein Steuer-Transfersystem machen, das die bereits bestehende Umverteilung massiv ausweitet, viele sonstige Formen der finanziellen Vorsorge belastet und vom bestehenden Reformbedarf ablenkt", sagte er dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).Generell habe das deutsche Gesundheitssystem "ein Ausgabenproblem und kein Einnahmenproblem".
Martin Werding (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Daher seien Werding zufolge lĂ€ngerfristig orientierte Reformen nötig, "die fĂŒr eine bessere und zugleich wirtschaftlichere Versorgung sorgen und damit den rasanten Anstieg von Ausgaben und BeitragssĂ€tzen der vergangenen Jahre dĂ€mpfen".
Hierzu mĂŒsse "die Krankenhausreform konsequent umgesetzt werden, die Ăberbeanspruchung von FachĂ€rztinnen und FachĂ€rzten begrenzt und die Dynamik der Pharmausgaben eingefangen werden". Dazu, sagte Werding weiter, reichten aber weder kurzfristige LeistungseinschrĂ€nkungen, "noch hilft die Mobilisierung zusĂ€tzlicher Einnahmen".
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