USA-China-Gipfel, USA-Besuch

Deutsche Wirtschaft vor USA-China-Gipfel: EU muss mitmischen

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vor dem USA-Besuch des chinesischen PrÀsidenten Xi Jinping hat die deutsche Wirtschaft von der EuropÀischen Union eine aktive Handelspolitik verlangt.

"Es ist wichtig, dass die EU nicht in Schockstarre verharrt, sondern zielgerichtet ihre außenwirtschaftlichen Interessen vertritt", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. Wenn Washington und Peking ĂŒber Handel, Rohstoffe und SchlĂŒsseltechnologien verhandelten, sei die deutsche Wirtschaft unmittelbar betroffen. Xi wird am Donnerstag in Washington bei US-PrĂ€sident Donald Trump erwartet.

Treier wies darauf hin, dass die USA und China zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands gehörten. "Entspannung zwischen beiden Seiten kann fĂŒr Unternehmen im internationalen GeschĂ€ft zu mehr Planungssicherheit fĂŒhren. Eine neue Eskalation zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten wĂŒrde auch die deutsche Wirtschaft hart treffen."

Besonders wichtig wĂ€ren Fortschritte bei den Exportkontrollen Chinas und der USA, stellte der DIHK-Vertreter heraus. Schon heute erschwerten BeschrĂ€nkungen bei kritischen Rohstoffen, Halbleitern und SchlĂŒsseltechnologien internationale GeschĂ€fte und Lieferketten. Europa dĂŒrfe "nicht nur Zaungast" in der Handelspolitik sein, die EU habe selbst viel in der Hand: Sie könne den Binnenmarkt stĂ€rken und strategische AbhĂ€ngigkeiten durch neue wirtschaftliche Allianzen in Asien, Lateinamerika und Afrika verringern.

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