Deutschland, Frankreich

Deutschland und Frankreich einigen sich auf Wirtschaftsagenda

Veröffentlicht am: 29.08.2025 um 16:41 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die Regierungen von Deutschland und Frankreich haben sich im gemeinsamen Ministerrat in Toulon am Freitag auf eine Wirtschaftsagenda geeinigt.
Container (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das erklĂ€rte Ziel ist, die WettbewerbsfĂ€higkeit Europas zu stĂ€rken. Die Industrie soll durch niedrige Strompreise unterstĂŒtzt werden. Insbesondere CO2-intensive Industrien sollen durch den CO2-Grenzausgleichsmechanismus beim Export nicht benachteiligt werden, vereinbarten die Minister.

Im EU-Emissionshandel, bei dem eine begrenzte Anzahl an Luftverschmutzungsrechten versteigert wird, sollen die Preise stabil gehalten werden. Dabei soll bedacht werden, dass der EU-Emissionshandel ein volumenbasiertes System ist - also eine Erhöhung der Zertifikatemenge zur Senkung des Preises auch zu mehr klimaschĂ€dlichen Gasen in der AtmosphĂ€re fĂŒhren wĂŒrde. Gemeinsam sollen mögliche zusĂ€tzliche Anreize fĂŒr nachhaltige Produkte, wie etwa Labels und Nachhaltigkeitskriterien, erkundet werden. Mit einem Gipfel zur digitalen SouverĂ€nitĂ€t am 18. November sollen Investitionen in bestimmte Technologien angestoßen werden. Als besonders wichtige Technologien fĂŒr die digitale SouverĂ€nitĂ€t Europas benennt der Ministerrat KĂŒnstliche Intelligenz, Quantencomputing sowie die Raumfahrt. Deutschland und Frankreich wollen im Bereich der digitalen Infrastrukturen sowie beim Cloud-Computing vorankommen, um Risiken zu verringern. Auch die Batterie-Branche in Europa soll gestĂ€rkt werden. Im Energiebereich wollen sich die beiden LĂ€nder eng ĂŒber den möglichen Bau eines neuen Strom-Interkonnektors abstimmen. Zudem soll der Aufbau des sĂŒdwestlichen Wasserstoff-Korridors zĂŒgig realisiert werden. Auch beim EU-Rechtsakt ĂŒber den Kohlenstoff-Fußabdruck von Batterien will man eine gemeinsame Position vertreten. Der europĂ€ische Binnenmarkt soll vertieft werden, indem eine neue europaweite Unternehmensform geschaffen wird. Deutschland und Frankreich wollen die EU-Kommission auffordern, EU-Gesetzgebung zu vereinfachen und insbesondere Unternehmen mit 250 bis 1.000 Arbeitnehmern zu entlasten.

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