Brandenburg hofft auf neues Silicon Valley

Veröffentlicht am: 31.01.2020 um 08:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Ansiedlung der „Gigafactory“ von Tesla in Brandenburg soll zum Ausgangspunkt eines industriellen Zentrums zur Entwicklung der ElektromobilitĂ€t werden.

Tesla-Auto (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Tesla-Auto (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Die Landesregierung beurteilt die Ansiedlung der Gigafactory als europĂ€ischem Entwicklungs- und Produktionszentrum von Tesla, weiterhin als wirtschaftspolitischen Meilenstein. Es gibt im Gefolge der PlĂ€ne von Tesla bereits eine Reihe von Anfragen aus dem Umfeld der E-Mobility, so der Brandenburgische Wirtschaftsminister, Jörg Steinbach, gegenĂŒber dem „Handelsblatt“. GrĂŒnheide wird nicht nur zum Zentrum der ElektromobilitĂ€t in Deutschland, sondern zu einem europĂ€ischen Standort mit Ausstrahlung. Der SPD-Landespolitiker verwies auf Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tĂ€tig sind und auf Zulieferer, die den rĂ€umlichen Anschluss an die Gigafabrik suchen. FĂŒr die Region und das Bundesland Brandenburg ist die Tesla-Ansiedlung ein entscheidender Faktor in der Zukunftsentwicklung des Industriestandorts. Schon in der ersten Ausbauphase, wird es sich bei der Tesla-Fabrik um die bedeutendste Strukturmaßnahme seit der Wiedervereinigung sein. Steinbach erwartet einen BeschĂ€ftigungsschub. In enger Zusammenarbeit mit Tesla ist derzeit eine Initiative zur Sicherung des FachkrĂ€ftebedarfs in Planung. Es betrifft vor allem hochqualifiziertes technisches Personal bis hin zu Facharbeitern. In diesem BeschĂ€ftigungssegment besteht ein hoher Konkurrenzdruck, so der Wirtschaftsminister, der aber trotzdem optimistisch ist, bezĂŒglich der AttraktivitĂ€t Brandenburgs. Wir werden auch gezielt auf die UniversitĂ€ten und Technischen Hochschulen zugehen. Wir haben hier in der Umgebung Bildungseinrichtungen von höchstem Niveau und internationaler Reputation. Zudem werde Tesla, zumindest in der Anfangsphase, Fachpersonal von den amerikanischen und asiatischen Entwicklungs- und Fertigungszentren in den USA und China mitbringen. Steinbach sieht dabei ein großes Potential im Strukturwandel der Automobilindustrie vor allem im SĂŒdwesten der Republik. Das Fachpersonal, das dort aufgrund der Strukturkrise abgebaut wird, findet hier in Brandenburg eine neue Perspektive. Es geht dabei nicht nur darum eine materielle Perspektive zu finden, sondern auch um die Möglichkeit beim Beginn eines neuen Zeitalters der MobilitĂ€t dabei zu sein und dies mitzugestalten. Ein weiteres Arbeitspotential sieht der Minister auch im polnischen Nachbarland. Die Gigafactory liegt ziemlich genau auf der HĂ€lfte der Strecke zwischen Berlin und der polnischen Grenze. Es wird also ein sehr buntes Miteinander hier entstehen, freut sich der Wirtschaftsminister.

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