Deutlich weniger AuftrĂ€ge fĂŒr Bauunternehmen im Juli in Deutschland
25.09.2024 - 10:07:28 | dpa.deBereinigt um Preis- und Saisoneffekte verringerte sich der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Juni um 5,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahresmonat schrumpfte der Auftragseingang auf dieser Basis sogar um 9,7 Prozent.
Deutlich stĂ€rker betroffen von dem RĂŒckgang war der Hochbau: Hier nahmen die Order verglichen mit Juni um 12,2 Prozent ab, wĂ€hrend der Tiefbau 0,7 Prozent weniger AuftrĂ€ge verbuchte. Auch im Jahresvergleich waren die Vorzeichen negativ: Der Tiefbau fuhr 4 Prozent weniger Bestellungen ein als im Juli 2023, im Hochbau betrug das Minus sogar 15,9 Prozent.
FĂŒr die ersten sieben Monate registrierten die Statistiker kalender- und preisbereinigt ein kleines Auftragsplus um 0,1 Prozent fĂŒr die Branche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Auch bei der Umsatzentwicklung zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Hoch- und Tiefbau. Insgesamt nahm der Umsatz im Bauhauptgewerbe zu unverÀnderten Preisen (real) im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent zu. WÀhrend der Tiefbau die Erlöse um 9,9 Prozent steigerte, gaben sie im Hochbau um 3,9 Prozent nach. In den ersten sieben Monaten verringerten sich die UmsÀtze im Bauhauptgewerbe preisbereinigt um 1,3 Prozent.
Branchenvertreter verwiesen auf die schwache Entwicklung im Wohnungsbau. "Auch zu Beginn des zweiten Halbjahres ist im Bauhauptgewerbe keine durchgreifende Besserung in Sicht. Vor allem die nach wie vor schwache Entwicklung im Wohnungsbau belastet die Branche, auch wenn es im sonstigen Hochbau und im Tiefbau etwas besser aussieht", erklĂ€rte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver MĂŒller. Felix Pakleppa, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, erklĂ€rte: "Die zweigeteilte Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe setzt sich fort: Im Hochbau, insbesondere im Wohnungsbau, fehlen seit Monaten Impulse. Im Tiefbau halten die Energie- und MobilitĂ€tswende die Nachfrage am Laufen."
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