Die BĂ€ren werden immer wieder ausgebremst
Veröffentlicht am: 30.08.2009 um 18:55 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSDie BĂ€ren unter den Marktteilnehmern haben an den Börsen weiterhin keinen leichten Stand. Die AktienmĂ€rkte scheinen die Skeptiker regelrecht narren zu wollen. Zwar wĂ€re nach der enormen Rallye der vergangenen Monate ein RĂŒcksetzer mehr als wahrscheinlich gewesen - und hat sich auch immer wieder angedeutet. Doch kaum hatten sich die Marktteilnehmer auf die vermeintlich bevorstehenden SchwĂ€chephasen eingerichtet, drehten die Indizes flugs wieder nach oben und erreichten neue HöchststĂ€nde.
Auch in den letzten beiden Wochen wiederholte sich dieses Muster einmal mehr. Vergangene Woche hagelte es AbschlÀge; Anfang dieser Woche zogen die MÀrkte wieder an. Dabei sahen sowohl der DAX als auch der DOW Jones Index die jeweils neuen HöchststÀnde im bisherigen Jahresverlauf. Noch besser sahen verschiedene asiatische Indizes aus. Der japanische Nikkei etwa erreichte am Montag ein neues 10-Monats-Hoch; der koreanische Kospi stieg sogar auf das höchste Niveau seit Juli 2008.
In den letzten beiden Ausgaben von ASIEN-TRENDS hatten wir erklĂ€rt, eine mögliche Korrektur nicht zu fĂŒrchten, da diese nicht lange andauern werde. RĂŒckblickend sind aber auch wir ĂŒberrascht darĂŒber, wie schnell die MĂ€rkte nach dem kurzen RĂŒckschlag wieder zu ihrer alten StĂ€rke zurĂŒckgefunden haben. Dies war ein weiteres Indiz fĂŒr die bemerkenswerte StĂ€rke des gegenwĂ€rtigen AufwĂ€rtstrends.
Es spricht allerdings weiterhin nichts dagegen, auf der Hut zu bleiben. Kurzfristig ist die Gefahr weiterer RĂŒcksetzer noch nicht gebannt. DafĂŒr sprechen vor allem folgende GrĂŒnde:
- auch der September ist ein traditionell schwacher Börsenmonat, in dem die AktienmĂ€rkte in der Vergangenheit ĂŒberdurchschnittlich oft abgetaucht sind.
- die Marktbreite im Aufschwung hat zuletzt abgenommen. Daneben hinkten in den letzten Tagen auch die Rohstoffnotierungen hinterher, die sich in den vergangenen Monaten noch eintrÀchtig mit den AktienmÀrkten nach oben entwickelt haben.
- Speziell in Asien kam zuletzt Störfeuer von den inner-chinesischen Börsen. Dort ist der Shanghai Composite Index seit Anfang August in der Spitze um bis zu 20 Prozent eingebrochen.
- Daneben gilt weiterhin: Nach einer so beeindruckenden Rallye wie in den letzten Monaten ist eine Korrektur immer möglich - und wÀre auch normal.
Der mittelfristige AufwÀrtstrend bleibt absolut intakt. Dies hat auch die Entwicklung der letzten Wochen wieder eindrucksvoll gezeigt. Man kann als Anleger dieses neue positive Signal gar nicht hoch genug veranschlagen.
Fast noch erstaunlicher ist, dass sich fast alle asiatischen Indizes dem Kursverfall in China erfolgreich entgegenstemmen konnten. In der Regel sind sie sogar weiter gestiegen. Dies demonstriert einmal mehr die beeindruckende Dynamik der asiatischen Börsen, die schon im ersten Halbjahr im globalen Vergleich die klaren Outperformer waren.
Gerhard Heinrich und Rainer Hahn sind die renommiertesten Asien-Experten und verfassen gemeinsam den Börsenbrief ASIEN-TRENDS, wobei einer der beiden Experten immer in Asien vor Ort ist.
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