Bundesregierung auf Distanz zu Antisemitismusbeauftragtem
05.03.2025 - 16:53:54 | dpa.deRegierungssprecher Steffen Hebestreit sagte, Klein habe in dem Interview nicht die Position der Bundesregierung vertreten. "Als unabhĂ€ngiger Beauftragter ist er in seinen ĂuĂerungen frei", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.
Klein hatte in einem Interview der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" gesagt: "Ich halte es nicht fĂŒr verkehrt, radikal und einmal völlig neu zu denken." Trump habe nicht von Vertreibung gesprochen, sondern von Umsiedlung, wĂ€hrend der Gazastreifen aufgebaut werde. "WĂ€hrend Sie Ihr Haus renovieren, schlafen Sie schlieĂlich auch nicht darin, und die massiven Zerstörungen verlangen im Grunde nach einem umfassenden Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur."
Der Vorstoà Trumps hatte international Empörung ausgelöst. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von einem Skandal und wies darauf hin, dass die Umsiedlung von Bevölkerung ein Verstoà gegen das Völkerrecht ist.
Klein verteidigte seine ĂuĂerungen am Mittwoch. "Bei sehr komplexen Fragen kann es grundsĂ€tzlich hilfreich sein, radikal und einmal völlig neu zu denken. Und genau dafĂŒr habe ich mich bezĂŒglich der extrem komplexen Frage nach der Zukunft des Gazastreifens ausgesprochen - im Sinne eines DenkanstoĂes, den man diskutieren kann", erklĂ€rte er. "Jegliche VorschlĂ€ge mĂŒssen selbstverstĂ€ndlich auf der Grundlage des Völkerrechts erfolgen."
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