Gesamtproduktion geht im April zurĂŒck
07.06.2024 - 09:59:04 | dpa.deGegenĂŒber dem Vormonat sank die Gesamtherstellung um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten dagegen einen leichten Zuwachs von im Schnitt 0,2 Prozent erwartet. Der RĂŒckgang folgt auf ein Minus von 0,4 Prozent im MĂ€rz.
Im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich stieg die Produktion bis April jedoch um 1,0 Prozent. Im Detail fĂ€llt auch die Monatsentwicklung weniger trĂŒb aus: Die Warenherstellung in der Industrie stieg von MĂ€rz auf April um 0,2 Prozent, die Produktion in der Automobilindustrie erhöhte sich sogar um 4,2 Prozent. Auch wurden 1,6 Prozent mehr Energie erzeugt. Im Baugewerbe ging die AktivitĂ€t hingegen um 2,1 Prozent zurĂŒck.
Das Bundeswirtschaftsministerium kommentierte: Trotz der zuletzt etwas schwĂ€cheren Auftrags- und Produktionsdaten stĂŒtzten jĂŒngste Stimmungsdaten und Impulse von der AuĂenwirtschaft die Erwartung einer allmĂ€hlichen Erholung. Das passt zu neuesten Zahlen vom deutschen AuĂenhandel, die am Morgen positiv ĂŒberraschten. Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren legten im Monatsvergleich deutlich zu.
ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski interpretierte die Produktionsdaten allerdings unter dem Strich negativ: Die Industrie habe abermals enttÀuscht. Das zeige, wie schwierig die wirtschaftliche Erholung vonstatten gehe. Claus Vistesen vom Analysehaus Pantheon Macroeconomics sprach von einer anhaltenden Stagnation des Industriesektors. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank verwies auf die schwache Auftragslage. Nach Zahlen vom Donnerstag waren die NeuauftrÀge im April zum vierten Mal in Folge gesunken.
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