Energie, DIHK

DIHK läuft Sturm gegen Habecks Energieeffizienzgesetz

10.06.2023 - 13:26:11 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) läuft Sturm gegen das Energieeffizienzgesetz von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Robert Habeck am 07.06.2023 - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Für viele Unternehmen und damit unsere Wirtschaft insgesamt wird das ein Gesetz, das in der Konsequenz Wachstum verhindert", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks der "Rheinischen Post". "Die dort fest geschriebenen starren Einsparziele des Energieverbrauchs sind perspektivisch eine ernste Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands", kritisierte er.

DIHK-Berechnungen zeigten, dass mit den gesetzlichen Einsparzielen ein Einbruch der Wirtschaftsleistung einhergeht. Ein zentraler Kritikpunkt sei die Fülle an bürokratischen Lasten, die ihnen mit diesem Gesetz noch mal zusätzlich auferlegt werden soll - und das ohne konkreten Nutzen, wie Dercks betonte. "Statt um effiziente und zukunftsweisende Produktion müssen sich in Betrieben künftig trotz Fachkräftemangels mehr Menschen um Nachweis- und Offenlegungspflichten für betriebliche Maßnahmenpläne kümmern", kritisierte Dercks. Auch bei den undifferenzierten Abwärme-Pflichten stünden Aufwand und Ergebnis in keinem angemessenen Verhältnis. "Das ist das Gegenteil von Effizienz. Mit dem Gesetz bindet der Staat in den Unternehmen finanzielle Ressourcen und personelle Kapazitäten bei Auditoren oder betrieblichen Energieexperten, die besser für die Erschließung weiterer Einsparpotenziale eingesetzt werden sollten", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer. Am kommenden Montag findet zum Energieeffizienzgesetz eine Expertenanhörung im Bundestag statt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63782649 |

Weitere Meldungen

SPD erteilt Spahn bei Rückkehr zur Atomkraft Absage Die SPD erteilt Überlegungen von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) eine klare Absage, Atomkraftwerke in Deutschland zu reaktivieren. (Politik, 16.04.2026 - 08:58) weiterlesen...

Spahn will neue Debatte über Kernenergie Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich für eine erneute gesellschaftliche Debatte über die Rückkehr zur Kernenergie und die Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Reaktoren ausgesprochen. (Politik, 16.04.2026 - 07:31) weiterlesen...

Spahn stellt nach Tankrabatt weitere Maßnahmen in Aussicht Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, über weitere Entlastungsmaßnahmen nachzudenken, sollten die Preise für Öl auch nach Auslaufen des temporären Tankrabatts noch hoch sein. (Politik, 15.04.2026 - 14:17) weiterlesen...

DGB ruft Merz zu Benzingipfel mit Ölkonzernen auf Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet, dass die Mineralölkonzerne die geplante Energiesteuersenkung nicht komplett an die Verbraucher weitergeben, und fordert deshalb einen Ölpreisgipfel bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). (Politik, 15.04.2026 - 06:10) weiterlesen...

17-Cent-Senkung auch bei deutlich sinkenden Spritpreisen Die von der Koalition geplante Senkung der Spritpreise um 17 Cent zum 1. (Politik, 14.04.2026 - 11:56) weiterlesen...

Verdi kritisiert Koalitionsbeschluss zu Krisenprämie Die Gewerkschaft Verdi hat den Beschluss des Koalitionsausschusses zur Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie durch die Arbeitgeber kritisiert."Die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro davon abhängig zu machen, ob einzelne Arbeitgeber diese gnädigerweise bezahlen oder nicht, ist eine völlig verfehlte Konstruktion", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Montag. (Politik, 13.04.2026 - 13:07) weiterlesen...