VZBV, EU-PlÀne

VZBV hĂ€lt EU-PlĂ€ne gegen Temu und Shein fĂŒr nicht ausreichend

08.02.2025 - 08:08:22 | dts-nachrichtenagentur.de

Die EU unternimmt nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) nicht genug gegen Billigwaren aus China, die direkt an Endkunden verschickt werden.

Pakete in einem SpĂ€ti (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Er hĂ€lt die angekĂŒndigten Schritte gegen Plattformen wie Temu und Shein fĂŒr unzureichend: "Die VorschlĂ€ge sind eine vertane Chance", sagte VZBV-Referentin Stefanie Grunert dem "Spiegel". "Wir befĂŒrchten, dass Produkte auf den Plattformen teurer werden, ohne dass sie sicherer werden." Nach Angaben der EU-Kommission kommen im Schengenraum tĂ€glich bis zu zwölf Millionen Kleinteile, etwa Spielzeug, bei Verbrauchern an, die meisten aus China. Die Zahl hat sich von 2023 auf 2024 verdoppelt.

Die EU-Kommission stellte am Mittwoch Maßnahmen vor, die fĂŒr sicheren Onlinehandel sorgen sollen. Neu ist nur die Idee, eine BearbeitungsgebĂŒhr fĂŒr PĂ€ckchen einzufĂŒhren, die den Zollbehörden zugutekommt. Über die Zollreform wird seit mehr als eineinhalb Jahren verhandelt. KĂŒnftig sollen auch auf Pakete aus Nicht-EU-LĂ€ndern mit einem Warenwert unter 150 Euro ZollgebĂŒhren erhoben werden. Eine neue europĂ€ische Zollbehörde soll die GebĂŒhren direkt von den Plattformen und HĂ€ndlern einziehen. Die Billigprodukte dĂŒrften dann teurer werden. Immer wieder tauchen Produkte auf, die nicht richtig funktionieren oder gefĂ€hrlich werden können, etwa durch Schadstoffe. Der VZBV fordert, Plattformen mehr in die Verantwortung zu nehmen, unsichere Produkte sollten erst gar nicht verkauft werden dĂŒrfen. OnlinemarktplĂ€tze sollten neue Angebote mit der EU-Datenbank ĂŒber gefĂ€hrliche Produkte abgleichen, bevor sie fĂŒr den Verkauf freigegeben werden. Der Handelsverband Deutschland begrĂŒĂŸt die EU-PlĂ€ne, kritisiert aber, auf hiesige Unternehmen komme mehr BĂŒrokratie zu. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel fordert, vorhandene Regeln besser durchzusetzen. Robert Gentz, Co-Chef des OnlinehĂ€ndlers Zalando, befĂŒrwortet die vorgeschlagenen "pragmatischen Lösungen". Eine Shein-Sprecherin sagte, man begrĂŒĂŸe "alle BemĂŒhungen, die das Vertrauen und die Sicherheit europĂ€ischer Verbraucher in den Onlineeinkauf stĂ€rken" und werde die Empfehlungen prĂŒfen.

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