Umsatz, Fahrradbranche

Umsatz der Fahrradbranche sinkt - und Kunden profitieren

18.06.2025 - 10:00:36 | dpa.de

Die Fahrradbranche bekommt die Nachwehen des verpufften Corona-Booms zu spĂŒren. Kunden halten sich zurĂŒck, die Preise fallen. Verbrauchern kommt die Krise zugute.

  • Bei vielen HĂ€ndlern sind die Lager voll - die Folge sind sinkende Preise. (Archivbild) - Foto: Heiko Rebsch/dpa
    Bei vielen HĂ€ndlern sind die Lager voll - die Folge sind sinkende Preise. (Archivbild) - Foto: Heiko Rebsch/dpa
  • Vor der Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt Ende Juni hofft die Branche auf RĂŒckenwind. (Archivbild) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
    Vor der Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt Ende Juni hofft die Branche auf RĂŒckenwind. (Archivbild) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Bei vielen HĂ€ndlern sind die Lager voll - die Folge sind sinkende Preise. (Archivbild) - Foto: Heiko Rebsch/dpa Vor der Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt Ende Juni hofft die Branche auf RĂŒckenwind. (Archivbild) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nachfrageflaute und PreisrĂŒckgĂ€nge: Erstmals seit 2019 ist der Umsatz der Fahrradbranche in Deutschland gesunken. Im vergangenen Jahr gingen zudem Jobs verloren, zeigen neue Zahlen des Verbands «Zukunft Fahrrad», die in Berlin vorgestellt wurden. Positiv aus Kundensicht: Sie können sich ĂŒber Rabatte freuen.

«Das Jahr 2024 markierte nach dem Aufschwung der vorherigen Jahre einen relativen Tiefpunkt fĂŒr die Fahrradbranche, Ă€hnlich wie die deutsche Wirtschaft», heißt es. «Unternehmen litten unter nachlassender Nachfrage, PreisrĂŒckgĂ€ngen und den Nachwehen ĂŒberfĂŒllter Lager.»

Starke UmsatzrĂŒckgĂ€nge

2024 erzielte die Fahrradbranche mit Herstellung, Handel, Reparaturen und Services - darunter Dienstrad-Leasing und Sharingdienste - einen Umsatz von 27,2 Milliarden Euro. Das sind laut Verband rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr (29,3 Mrd. Euro). Die Zahl der direkt BeschÀftigten sank auf 76.700 nach 77.500 im Jahr zuvor.

Allerdings folgt der RĂŒckgang auf einen Boom in der Corona-Pandemie, als viele Menschen das Radeln als Draußen-Sport mit Abstand entdeckten. Zwischen 2019 und 2023 verdoppelte sich der Umsatz fast. Doch in den goldenen Zeiten verschĂ€tzten sich viele HĂ€ndler: Als die Nachfrage abebbte, saßen sie auf hohen LagerbestĂ€nden.

Die Folge sind fallende Preise. So kostete ein E-Bike 2024 laut Zweiradindustrieverband im Schnitt 2.650 Euro, rund 300 Euro weniger als im Vorjahr.

Nun stabilisiere sich die Situation, heißt es bei «Zukunft Fahrrad». «Die aktuelle GeschĂ€ftslage wurde in den letzten Monaten deutlich positiver eingeschĂ€tzt, und auch die LagerbestĂ€nde normalisieren sich spĂŒrbar.» Auch sei das GeschĂ€ft mit Dienstradleasing, mit dem Firmen ihren BeschĂ€ftigten FahrrĂ€der anbieten, robust.

Fördermittel auch fĂŒr E-Pedelecs

Von der Politik fordert der Verband vor der Branchenmesse «Eurobike» in Frankfurt (25. bis 29. Juni) einen stÀrkeren Ausbau von Radwegen sowie mehr Fördermittel: Nicht nur Elektroautos, sondern auch E-Pedelecs sollten als Teil der E-MobilitÀt mit Kaufanreizen angeschoben werden.

Die Fahrradwirtschaft könne zum «Motor nachhaltiger MobilitĂ€t» werden, sagte Wasilis von Rauch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von «Zukunft Fahrrad». Ihre Bedeutung fĂŒr Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen sei gewachsen.

Es bleibe viel ungenutztes Potenzial, kritisiert der Verband, dem mehr als 100 Firmen angehören. Die Bedeutung der Branche reiche weit ĂŒber ihre Kernbereiche hinaus. So spiele sie etwa eine wichtige Rolle fĂŒr den Tourismus.

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