DIHK: Genehmigungsreform braucht LĂ€nder-UnterstĂŒtzung
Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 11:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie PlĂ€ne der Bundesregierung bewertet Adrian grundsĂ€tzlich positiv. "Die Bundesregierung verfolgt hier erstmals einen grundlegenden Reformansatz, indem sie bei den Berichtspflichten die Beweislast umkehren will", sagte er. KĂŒnftig mĂŒsse dann der Staat nachweisen, dass er eine Berichtspflicht noch brauche. Wenn dann noch die "erforderliche Rechtssicherheit" fĂŒr Unternehmen geschaffen werden könne, wĂ€re das ein "echter Paradigmenwechsel". Zudem sollten deutsche Sonderregeln zurĂŒckgenommen und europĂ€ische Vorgaben maximal eins zu eins umgesetzt werden. Wenn das passiere, seien das "sehr hilfreiche Signale an Unternehmen".
Besonders wichtig ist aus Sicht der Wirtschaft die geplante Genehmigungsfiktion. "Weil Unternehmen heute oft monatelang bis Jahre auf Entscheidungen von Behörden warten", sagte Adrian. Eine Baugenehmigung könne je nach Standort zwölf Monate dauern, Verfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz sogar mehr als zwei Jahre. Wenn sich das deutlich beschleunige, könnten Unternehmen "endlich auch viel frĂŒher investieren".
Der Koalitionsausschuss hatte sich auf ein umfangreiches Paket zum BĂŒrokratieabbau verstĂ€ndigt. Es sieht unter anderem vor, Berichtspflichten zu reduzieren, nationale Sonderregelungen abzubauen und europĂ€ische Vorgaben möglichst ohne zusĂ€tzliche Auflagen umzusetzen. KernstĂŒck ist die sogenannte Genehmigungsfiktion: Reagieren Behörden innerhalb gesetzlicher Fristen nicht, sollen AntrĂ€ge kĂŒnftig grundsĂ€tzlich als genehmigt gelten.
