Gastronomiegewerkschaft fĂŒr VerlĂ€ngerung von Mehrwertsteuersenkung
03.08.2023 - 02:05:05 | dts-nachrichtenagentur.de"Auch wenn die Pandemie und die daraus resultierenden MaĂnahmen fĂŒr die Branche nicht mehr unmittelbar wirken, kommt die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel zur Unzeit, weil dadurch die Inflation weiter angeheizt werden wĂŒrde", sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Der Ăkonom und Steuerexperte Stefan Bach vom DIW Berlin schlĂ€gt angesichts der Inflation den Kompromiss vor, den ermĂ€Ăigten Mehrwertsteuersatz fĂŒr Speisen noch bis Mitte 2024 zu verlĂ€ngern.
Allerdings spricht sich Bach gegen eine dauerhafte Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie aus. Eine solche BegĂŒnstigung "entlastet nicht den lebensnotwendigen Konsum und hilft den Armen kaum", sagte Bach der Zeitung. Der Ăkonom geht durch die abgesenkte Mehrwertsteuer von drei bis vier Milliarden Euro Mindereinnahmen im Jahr aus, die seiner Meinung nach sinnvoller eingesetzt werden könnten. "Wir haben ohnehin schon zu viele fragwĂŒrdige Mehrwertsteuer-ErmĂ€Ăigungen - etwa fĂŒr HotelĂŒbernachtungen, Blumen oder Tierfutter, die sollten auch abgeschafft werden", sagte Bach. In der Corona-Pandemie hatte die Regierung den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie von 19 Prozent auf sieben Prozent abgesenkt. Die Regelung lĂ€uft nach jetzigem Stand zum Jahresende aus.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
