Arbeitsmarkt, Industrie

IG Metall will EntlastungsprÀmie nicht mit Entgelten verrechnen

Veröffentlicht am: 15.04.2026 um 07:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die IG Metall lehnt es ab, in bevorstehenden Tarifrunden die von der Koalition geplante EntlastungsprÀmie in Höhe von 1.000 Euro mit dauerhaften Lohnsteigerungen zu verrechnen.Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die PrÀmie solle ein kurzfristiges Mittel gegen die akuten Belastungen der BeschÀftigten sein.

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Stahlproduktion (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Die Arbeitgeber sollten sie schnell und unmittelbar auszahlen. "Mittel- und langfristig braucht es aber dauerhaft höhere Entgelte. Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt sind auch kein einmaliges PhĂ€nomen, sondern belasten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht", so Benner. "Dauerhaft mehr Geld fĂŒr unsere Mitglieder ist Teil unseres Jobs als Gewerkschaft und wir werden uns in anstehenden Tarifrunden dafĂŒr einsetzen."

Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Energiepreise hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition am Montag ihre PlĂ€ne zur Entlastung der Verbraucher prĂ€sentiert. Neben einer vorĂŒbergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren BeschĂ€ftigten im laufenden Jahr eine steuer- und abgabenfreie PrĂ€mie zu zahlen.

Die IG Metall bereitet sich gerade auf die nĂ€chste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit knapp vier Millionen BeschĂ€ftigten vor. In Deutschlands wichtigster Industriebranche beginnt die heiße Phase im Herbst. Weitere Tarifrunden stehen fĂŒr die Gewerkschaft in der Eisen- und Stahlindustrie, im Handwerk und bei Volkswagen an.

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