Neujahrsfest, Inflation

Neujahrsfest lÀsst Inflation in China leicht steigen - Deflationsgefahr bleibt

09.02.2025 - 15:30:21 | dpa.de

Die Inflation in China hat im Januar erstmals seit vergangenen Sommer etwas angezogen.

Das lag aber vor allem am chinesischen Neujahrsfest, das den Konsum antrieb. Schon lÀnger bestehende Deflationssorgen sind damit also nicht vom Tisch, zumal zwar die Verbraucherpreise stiegen, die Erzeugerpreise aber weiter unter Druck standen.

Die Verbraucherpreise stiegen im Januar im Jahresvergleich um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt am Sonntag in Peking mitteilte. Das war etwas mehr als Volkswirte im Durchschnitt erwartet hatten. Analysten von Nomura schĂ€tzen, dass das chinesische Neujahrsfest die Entwicklung um rund 0,4 Prozentpunkte verzerrt haben könnte, da Preise fĂŒr einige GĂŒter vor dem Beginn des Festes wegen einer grĂ¶ĂŸeren Nachfrage zugelegt hatten.

Die Erzeugerpreise sanken im Januar hingegen im Jahresvergleich mit einem Minus von 2,3 Prozent einen Tick mehr als gedacht. Diese Preise, die Hersteller fĂŒr ihre Waren verlangen, haben Einfluss auf die allgemeine Inflation.

Die schon lÀnger - im historischen Vergleich - eher trÀge Wirtschaftsentwicklung Chinas lastet schon eine Weile auf der Inflationsentwicklung. Vor allem eine schwere Krise des Immobilienmarktes hinterlÀsst weiterhin Spuren. Hinzu kommen nun die erneuten Zollstreitigkeiten mit den USA unter deren neuem PrÀsidenten Donald Trump.

In China waren - wie bereits bekannt - die Verbraucherpreise 2024 mit einem Miniplus von 0,2 Prozent das zweite Jahr in Folge kaum gestiegen. Auch das ist ein Zeichen dafĂŒr, dass die zahlreichen Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Regierung bislang nur begrenzt Wirkung entfalten.

Alles in allem bleibt die Gefahr einer Deflation in China, also eines RĂŒckgangs der Verbraucherpreise. FĂŒr Konsumenten haben sinkende Preise zwar auf den ersten Blick Vorteile, Ökonomen halten eine Deflation aber fĂŒr schlecht. So zögern Konsumenten dann eher mit Anschaffungen, da sie mit rĂŒcklĂ€ufigen Preisen rechnen. Unternehmen verdienen dann weniger, Löhne können sinken und ArbeitsplĂ€tze in Gefahr geraten - was wiederum zusĂ€tzlich auf der Ausgabenbereitschaft der Menschen lasten wĂŒrde.

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