IWH: Keine realen Netto-TariflohnzuwĂ€chse fĂŒr LĂ€nder-BeschĂ€ftigte
19.12.2023 - 10:55:36 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach sinkt fĂŒr einen LandesbeschĂ€ftigten im mittleren Dienst der reale Netto-Tariflohn im Jahr 2023 um 0,5 Prozent, nachdem er im Jahr 2022 bereits um 1,5 Prozent zurĂŒckgegangen war. Wenn im Jahr 2024 dann die Verbraucherpreise langsamer steigen und die Inflationssonderzahlungen ohne AbzĂŒge ausgezahlt werden, dĂŒrfte es ein kleines Plus in Höhe von 0,5 Prozent geben. Im Jahr 2025, wenn der gesamte Lohn wieder der Abgabenpflicht unterliegt, wird der reale Netto-Tariflohn wohl um 1,5 Prozent sinken. Durch die fĂŒr alle BeschĂ€ftigten gleich hohen Inflationssonderzahlungen und den danach vereinbarten Sockelbetrag profitieren BeschĂ€ftigte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen prozentual stĂ€rker als in den oberen Entgeltgruppen, so das IWH. Die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes der LĂ€nder hatten sich vor Kurzem unter anderem darauf geeinigt, dass Einmalzahlungen von insgesamt 3.000 Euro in elf MonatsbetrĂ€gen abgabenfrei als sogenannte InflationsausgleichsprĂ€mie gezahlt werden sollen. Bereits im Dezember 2023 soll ein Teilbetrag in Höhe von 1.800 Euro ausgezahlt werden, von Januar bis einschlieĂlich Oktober gibt es monatlich jeweils 120 Euro. Die regulĂ€ren Tabellenentgelte erhöhen sich wĂ€hrenddessen nicht. Erst ab November 2024, wenn die Inflationsausgleichszahlung wegfĂ€llt, gibt es eine Stufenerhöhung ĂŒber 200 Euro fĂŒr alle BeschĂ€ftigten. Auf diese setzt ab Februar 2025 dann eine regulĂ€re prozentuale Erhöhung von 5,5 Prozent auf. Der Tarifvertrag lĂ€uft bis Ende Oktober 2025.
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