Europäischer Fondsanbieter Fidelity will Aktienpakete von Klimasündern halten

24.01.2020 - 08:13:55 | ad-hoc-news.de

Die Klimapolitik von Unternehmen ist für Anne Richards, Chefin des europäischen Fondsanbieters Fidelity, kein Faktor in der Bewertung von Aktien.

Glasfassade an einem Bürohaus - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Veränderung kann man nur von innen bewirken und nicht mit symbolischen Handlungen. Mit dieser Bewertung antwortete einer der größten europäischen Fondsanbieter, Fidelity International auf Forderungen nach einer klimaorientierten Geschäftspolitik auf dem Anlagesektor. Wir müssen mit den Unternehmen reden, wenn wir Veränderungen erreichen wollen, so Anne Richards gegenüber dem „Handelsblatt“. Fidelity International setzt als europäischer Großinvestor auf einen internen Einfluss verantwortungsvoller Geldgeber. Wir können durch unseren Einfluss versuchen, die Geschäftsmodelle der Unternehmen hin zu einer klimaschonenden Produktionsweise zu entwickeln. Wenn wir als einzige Strategie den Ausstieg aus allen Unternehmen realisieren würden, die sich klimafeindlich verhalten, würden wir das Feld für Investoren freimachen, die keinerlei moralische Hemmungen haben und nur auf Gewinnoptimierung ausgerichtet sind. Die Branche befindet sich unter einem stetigen Druck der Gewinnerwartungen. Die Margen müssen gehalten werden. Nach einem Jahr auf dem Chefsessel von Fidelity International, sieht Richards ihre Bemühungen um eine Umstrukturierung von Geschäftsmodell und Management auf dem richtigen Weg. Der Markt ist und bleibt hart umkämpft und es wird eine weitere Zentralisierung auf dem europäischen Markt geben, davon zeigt sich die Fidelity- Chefin überzeugt. Einen Anteil daran sieht sie auch in der Marktpolitik der Deutschen Bank und ihrer Tochtergesellschaft DWS. Als erste Erfolge wertet Richards, dass nach Jahren des Kapitalabflusses nun eine Umkehr der Tendenzen eingetreten sei. Die Kunden bringen der Fidelity wieder Vertrauen entgegen. Im Jahr 2019 konnte der Finanzfonds erstmal wieder einen Anstieg der Kapitalsumme auf ca. 300 Milliarden Euro vermelden. Einen unberechenbaren Faktor sieht die Fidelity-Chefin allerdings in der Brexit-Frage. Sie hofft darauf, dass auch nach einem Ausstieg der Briten aus der EU weiterhin ein partnerschaftliches Verhältnis bestehen bleibt. Ich hoffe darauf, dass sich eine Normalisierung der Situation einstellen wird, so die Schottin Richards zum „Handelsblatt“.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 59799477 |

Weitere Meldungen

Bundesregierung einigt sich bei Industriestrompreis Die Bundesregierung hat sich auf die Details zur Einführung des Industriestrompreises geeinigt. (Politik, 16.04.2026 - 11:34) weiterlesen...

vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Eine starke ... Eine starke Demokratie entsteht auch in den Kommunen / Brossardt: "Wirtschaftsförderung muss im Zentrum der Kommunalpolitik stehen" München - Im Rahmen der Veranstaltung "Demokratie in Gefahr: Nach der Wahl ist vor der Umsetzung - Impulse für eine handlungsfähige Kommune" in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing, betont der Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. (Boerse, 16.04.2026 - 11:05) weiterlesen...

Chinas Wirtschaft wächst trotz Konflikten stärker PEKING - Chinas Konjunktur ist nach einem schwachen vierten Quartal 2025 zu Jahresbeginn trotz neuer globaler Konflikte stärker gewachsen als erwartet. (Boerse, 16.04.2026 - 09:46) weiterlesen...

SPD erteilt Spahn bei Rückkehr zur Atomkraft Absage Die SPD erteilt Überlegungen von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) eine klare Absage, Atomkraftwerke in Deutschland zu reaktivieren. (Politik, 16.04.2026 - 08:58) weiterlesen...

Britische Wirtschaft zieht im Februar an - Industrieproduktion steigt deutlich Dank einer anziehenden Industrieproduktion ist die britische Wirtschaft im Februar deutlich stärker in Schwung gekommen als erwartet. (Boerse, 16.04.2026 - 08:33) weiterlesen...

Spahn will neue Debatte über Kernenergie Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich für eine erneute gesellschaftliche Debatte über die Rückkehr zur Kernenergie und die Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Reaktoren ausgesprochen. (Politik, 16.04.2026 - 07:31) weiterlesen...