ZEW-Konjunkturerwartungen mit schwachem Jahresauftakt
21.01.2025 - 11:51:00 | dpa.deDas Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel im Januar gegenĂŒber dem Vormonat um 5,4 Punkte auf 10,3 Punkte, wie das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Analysten hatten bei einem der ersten bedeutenden FrĂŒhindikatoren im Jahr 2025 im Schnitt nur einen leichten RĂŒckgang auf 15,1 Punkten erwartet.
"Das zweite Rezessionsjahr in Folge lĂ€sst die Konjunkturerwartungen sinken", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. Dies könnte auf den steigenden Inflationsdruck zurĂŒckzufĂŒhren sein. AuĂerdem wĂŒrden ausbleibende Konsumausgaben der privaten Haushalte sowie eine schwache Baunachfrage belasten. Nach EinschĂ€tzung von Wambach könnte auch die gestiegene politische Unsicherheit, getrieben durch eine mögliche schwierige Koalitionsbildung in Deutschland und die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung, eine Rolle spielen.
Die sehr niedrige Bewertung der Konjunkturlage verbesserte sich hingegen etwas. Der entsprechende Wert stieg um 2,7 Punkte auf minus 90,4 Punkte. Volkswirte hatten mit einem unverÀnderten Wert von minus 93,1 Punkte gerechnet.
Ein besseres Bild zeigen auch die ermittelten Konjunkturerwartungen fĂŒr die Eurozone. Hier stieg der Indexwert fĂŒr Januar um 1,0 Punkte auf 18,0 Punkte. Auch die konjunkturelle Lage wird fĂŒr den gemeinsamen WĂ€hrungsraum besser eingeschĂ€tzt.
Nach EinschĂ€tzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, passen die ZEW-Konjunkturerwarten fĂŒr Deutschland zum Jahresausblick 2025. "Mit neuem Schwung ist im laufenden Jahr nicht zu rechnen", sagte Gitzel. HierfĂŒr sei fĂŒr die exportabhĂ€ngige deutsche Industrie das auĂenwirtschaftliche Umfeld einfach zu schwach.
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