Ost-Wirtschaft sieht Tesla-Standort wegen Grenzkontrollen gefÀhrdet
07.07.2025 - 21:56:48 | dts-nachrichtenagentur.de
Die neuen Grenzkontrollen an den ĂbergĂ€ngen zwischen Deutschland und Polen wirken sich offenbar massiv auf die brandenburgische Wirtschaft aus - und treffen insbesondere den Tesla-Standort im brandenburgischen GrĂŒnheide.
Cybertruck von Tesla (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einem gemeinsamen Brief der Industrie- und Handelskammern (IHK) Cottbus und Ostbrandenburg an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hervor. Die polnischen Kontrollen "schaden dem Wirtschaftsstandort Brandenburg massiv und haben negative wirtschaftliche Auswirkungen auf unsere rund 80.000 Unternehmen", heiĂt es in dem Schreiben, ĂŒber das das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) berichtet.
"Brandenburger GroĂunternehmen wie zum Beispiel Tesla, aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere Logistiker, sehen ihre betrieblichen AblĂ€ufe in höchstem MaĂe gefĂ€hrdet", so die VerbĂ€nde. Grund sei vor allem der gestörte Grenzpendlerverkehr, der sich durch die "Gegenreaktion" der polnischen Regierung auf die deutschen Grenzkontrollen zusĂ€tzlich verschĂ€rft habe.
Die IHKs warnen eindringlich vor den Folgen. "Wir erwarten den Verlust der WettbewerbsfĂ€higkeit mit deutlichen Preissteigerungen, VerspĂ€tungen von Personal am Arbeitsort, Verzögerungen in den Produktions- und Lieferketten", heiĂt es in dem Schreiben.
Von Innenminister Dobrindt fordern die VerbĂ€nde "umgehend Lösungen" fĂŒr Pendler und den Warenverkehr. So schlagen die IHKs etwa die Einrichtung einer zweiten Kontrollspur beziehungsweise einer "Fast-Lane" an den Autobahnen A 12 und A 15 vor.
Zudem fordern sie gemeinsame Grenzkontrollen der Bundespolizei mit dem polnischen Grenzschutz sowie die Ausgabe von Passierscheinen fĂŒr einen "reibungslosen GrenzĂŒbertritt". "InnereuropĂ€ische Grenzkontrollen mĂŒssen die absolute Ausnahme bleiben und es gilt sie zu vermeiden", so die VerbĂ€nde. "Es ist nicht hinzunehmen, dass die ungelösten Probleme der deutschen Migrationspolitik zulasten einer Region - die sich ĂŒber 300 km entlang der Oder von Cottbus ĂŒber Frankfurt (Oder) bis nach Schwedt erstreckt - ausgetragen werden."
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