Ost-LĂ€nder, Korrekturen

Ost-LĂ€nder fordern Korrekturen bei geplanter Klinikreform

18.06.2024 - 16:43:13 | dpa.de

Die ostdeutschen Regierungschefs fordern Korrekturen bei der geplanten Krankenhausreform des Bundes.

Mit dem bisherigen Entwurf drohe ein massiver Eingriff in die Planungshoheit der LĂ€nder in dĂŒnn besiedelten Gebieten, teilte die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt im Anschluss an die Beratungen der MinisterprĂ€sidenten mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag mit. Im Osten habe nach der Deutschen Einheit bereits ein deutlicher Transformations- und Konzentrationsprozess der Krankenhauslandschaft stattgefunden. Um eine gute medizinische Versorgung auch kĂŒnftig vorzuhalten, mĂŒsse es Ausnahmeregelungen geben.

In den vergangenen drei Jahrzehnten sei beim Aufbau Ost viel erreicht worden, erklĂ€rte Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU). "Jetzt muss es darum gehen, das Erreichte zu bewahren und darauf aufzubauen." Im Bereich der Pflege seien Entlastungen auf der Ausgabenseite und eine StĂ€rkung der Einnahmen der Pflegeversicherung wichtig, hieß es. Konkrete Maßnahmen wurden zunĂ€chst nicht prĂ€sentiert.

In der Energiepolitik sehen die ostdeutschen LĂ€nder die Gefahr, "dass der Versorgungssicherheit mit Strom nicht der gebĂŒhrende Stellenwert in der Bundespolitik zukommt". Sie fordern den Bund auf, die Kraftwerksstrategie zu forcieren sowie LĂ€nder und Energieunternehmen in der Energiepolitik insgesamt besser einzubinden. Man sehe "einen massiven Zubau gesicherter flexibler Leistung" als einen wichtigen Schritt an, hieß es.

Außerdem wĂŒrdigten die Regierungschefs die Verbesserungen fĂŒr die Opfer von SED-Unrecht. Dennoch seien weitere Erleichterungen bei der Beantragung und Bewilligung von Hilfen fĂŒr Betroffene notwendig. Man bitte die Bundesregierung, den im Koalitionsvertrag vereinbarten HĂ€rtefallfonds fĂŒr die Opfer von SED-Unrecht zĂŒgig einzurichten und ihn finanziell auskömmlich auszustatten, hieß es.

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