KfW mit Gewinnsprung: Tausende AntrÀge auf Heizungsförderung
22.03.2024 - 11:48:35 | dpa.de
Die staatliche Förderbank KfW sieht sich nach einem Gewinnsprung gestĂ€rkt fĂŒr die Herausforderungen des laufenden Jahres. Unter dem Strich stand 2023 ein Konzerngewinn von rund 1,56 Milliarden Euro nach 1,37 Milliarden Euro im Jahr zuvor.
«Dieses positive Ergebnis ist wichtig und notwendig, damit wir die Transformation auch kĂŒnftig wirkungsvoll unterstĂŒtzen können», sagte KfW-Vorstandschef Stefan Wintels bei der Vorlage der Jahresbilanz. Das neue Heizungsförderprogramm startet nach seinen Angaben erfolgreich. «Die Nachfrage liegt im Rahmen der Erwartungen.»
Das Institut, das zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den BundeslÀndern gehört, profitierte im Jahr seines 75-jÀhrigen Bestehens unter anderem von gestiegenen Zinsen und der Auflösung pauschaler Kreditrisikovorsorge. 2022 hatten sich noch die Risiken aus den wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Kreditbuch des Konzerns widergespiegelt.
Fördervolumen geschrumpft
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigte sich Finanzvorstand Bernd Loewen zuversichtlich. Er gehe davon aus, dass die ZielgröĂe beim Gewinn von einer Milliarde Euro nach Steuern nach unten sehr komfortabel abgesichert sei.
Das Fördervolumen der Bankengruppe verringerte sich im vergangenen Jahr nach dem Ausnahmejahr 2022, wie KfW bereits mitgeteilt hatte. Das NeugeschĂ€ftsvolumen lag bei 111,3 Milliarden Euro - nach 166,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. 2022 hatten vor allem die Milliarden, die der Bund zur Sicherung der Energieversorgung sowie zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen nach Beginn des Ukraine-Krieges beschloss, das Fördervolumen der KfW in die Höhe schieĂen lassen.
Bislang 8000 AntrÀge auf Heizungsförderung bewilligt
Der Start ins aktuelle Förderjahr verlief den Angaben zufolge verhalten. Die KfW fĂŒhrte den RĂŒckgang des NeugeschĂ€ftsvolumens in den ersten zwei Monaten auf 10,9 Milliarden Euro nach 30,0 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum vor allem auf einen Sondereffekt im vergangenen Jahr aufgrund des Ukraine-Krieges zurĂŒck.
Das Heizungsförderungsprogramm startete Wintels zufolge «erfreulich gut». Hausbesitzer, die auf klimafreundlichere Heizungen umsteigen wollen, können seit Ende Februar AntrĂ€ge bei der KfW stellen. Bislang seien 8000 AntrĂ€ge im Volumen von 124 Millionen Euro bewilligt worden (Stand: 19. MĂ€rz). ZunĂ€chst gilt die Förderung, die im Laufe des Jahres ausgeweitet wird, fĂŒr EigentĂŒmer von EinfamilienhĂ€usern, die diese selbst bewohnen.
Die Bundesregierung will mit der Förderung die WĂ€rmewende im GebĂ€udebereich voranbringen und Verbraucher vor PreissprĂŒngen bei Ăl und Gas schĂŒtzen, wenn die CO2-Preise in den kommenden Jahren steigen. Ăber das Heizungsgesetz der Ampel-Koalition, das seit dem 1. Januar gilt, hatte es monatelang erbitterten Streit gegeben hatte. Wintels geht aktuell davon aus, dass die Mittel des Programms fĂŒr das laufende Jahr ausreichen. Das Programm sei mit 6,2 Milliarden Euro gut dotiert.
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