Deutschland, Automobilindustrie

Trotz Steuersenkung: Spritpreise steigen laut ADAC wieder

03.05.2026 - 11:00:14 | dpa.de

Die Steuer wurde gesenkt und Rohöl ist günstiger: Die Verbraucher zahlen somit laut ADAC zu viel für Benzin und Diesel. Was der Club bei den Preisen derzeit beobachtet.

In voller Höhe ist der Steuerrabatt an den Zapfsäulen noch nicht angekommen, beobachtet der ADAC. (Symbolbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
In voller Höhe ist der Steuerrabatt an den Zapfsäulen noch nicht angekommen, beobachtet der ADAC. (Symbolbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Von der Steuersenkung zur Entlastung der Autofahrer können die Verbraucher nach Einschätzung des ADAC bislang nicht in voller Höhe profitieren. Nach Beobachtung des Autofahrerclubs lagen die bundesweiten Tagesdurchschnittspreise am Samstag mit 2,003 Euro pro Liter bei Super E10 12,3 Cent unter dem Durchschnittspreis vom 30. April, beim Diesel sank der Durchschnittspreis um 12,2 Cent auf 2,093 Euro. Zum 1. Mai waren die Steuern um 16,7 Cent abgesenkt worden.

Laut ADAC sind die Kraftstoffpreise somit nach wie vor zu hoch, da zusätzlich auch die Rohölpreise niedriger seien als Ende April. Unverständlich sei daher, dass die Benzin- und Dieselpreise aktuell wieder stiegen. Am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr seien die Preise höher gewesen als am Samstag zur gleichen Zeit. «Damit geht die Entwicklung erneut in eine falsche Richtung», meinte eine Sprecherin des Clubs.

Alle Zahlen beziehen sich auf bundesweite Durchschnittswerte, einzelne Tankstellen können davon deutlich abweichen. Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, betonte, seine Behörde werde die Preisentwicklung genau überwachen. Autofahrer sollten die zum Teil erheblichen Preisunterschiede nutzen. Apps zum Preisvergleich würden den Weg zur preiswerten Tankstelle weisen. 

Der Branchenverband Fuels und Energie hatte zum Start des Tankrabatts angekündigt, dass die volle Steuersenkung bei den Kunden ankommen soll.

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