ROUNDUP, Ifo-GeschÀftsklima

Ifo-GeschÀftsklima hellt sich auf - 'Konjunktur stabilisiert sich'

23.02.2024 - 11:20:03 | dpa.de

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich nach jĂŒngsten RĂŒckschlĂ€gen wieder etwas verbessert.

Das Ifo-GeschĂ€ftsklima stieg im Februar zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 85,5 ZĂ€hler, wie das Ifo-Institut am Freitag in MĂŒnchen mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. "Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau", kommentierte Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest.

Im Dezember und im Januar war der wichtigste FrĂŒhindikator fĂŒr die deutsche Wirtschaft noch jeweils gesunken. Jetzt schĂ€tzten die rund 9000 befragten Unternehmen die Erwartungen an die kĂŒnftigen GeschĂ€fte besser ein. Die Bewertung der aktuellen Lage blieb hingegen unverĂ€ndert.

Im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung in den Unternehmen auf. Auch im Baugewerbe legte das GeschĂ€ftsklima auf niedrigem Niveau leicht zu. Im verarbeitenden Gewerbe und im Handel gingen die Stimmungsindikatoren hingegen zurĂŒck. "Die HĂ€ndler waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen GeschĂ€ftslage", hieß es in der Mitteilung vom Ifo-Institut.

Generell bleibt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft nach EinschĂ€tzung von Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank, "sehr gedrĂŒckt". Die Unternehmen wĂŒrden nach wie vor ĂŒber einen Mangel an AuftrĂ€gen klagen. Zudem laste das "schwierige Umfeld aus hohen Zinsen und mauer Weltkonjunktur auf den exportorientierten Unternehmen".

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg KrĂ€mer, sieht weitere Belastungen durch die BĂŒrokratie, lange Genehmigungsverfahren und die vergleichsweise hohen Energiepreise. Dies belaste die Stimmung in den Unternehmen umso mehr, als die Bundesregierung "nicht entschlossen umsteuert", sagte KrĂ€mer. In diesem Jahr erwartet der Ökonom einen RĂŒckgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent.

UnlĂ€ngst hatte die Bundesregierung ihre Konjunkturerwartungen fĂŒr das laufende Jahr deutlich gesenkt. Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) rechnet nur noch mit einem mageren Wachstum um 0,2 Prozent, nachdem die Erwartung im vergangenen Herbst bei 1,3 Prozent gelegen hatte. Dies sei "dramatisch schlecht", hatte Habeck gesagt. "So können wir nicht weitermachen."

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