EU: Trumps ZollplÀne kommen einem Handelsverbot gleich
14.07.2025 - 12:38:14 | dpa.deWenn Zölle in Höhe von 30 Prozent oder noch mehr in Kraft treten wĂŒrden, wĂ€re es nahezu unmöglich, den Handel in der gewohnten Form fortzufĂŒhren, sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Randes eines Ministertreffens in BrĂŒssel.
Es sei dann mit erheblichen negativen Auswirkungen auf beiden Seiten des Atlantiks zu rechnen. "Seien wir ehrlich: Ein Zollsatz von 30 Prozent kÀme einem faktischen Handelsverbot gleich", sagte Sefcovic.
Der EU-Handelskommissar betonte, dass er den Dialog mit den USA deswegen fortsetzen werde, um bis zum 1. August zu einer Verhandlungslösung zu kommen. Dies ist das Datum, fĂŒr das Trump das Inkrafttreten eines 30-Prozent-Zolls auf Importe aus der EU angekĂŒndigt hat.
Sollte es keine Einigung geben, will die EU mit Gegenzöllen reagieren. Trump hat bereits angekĂŒndigt, diese dann noch zusĂ€tzlich auf seine eigenen Zölle aufzuschlagen.
Trump beklagt Handelsdefizit
Der Republikaner begrĂŒndet seine Zollpolitik insbesondere mit dem US-Handelsdefizit. Nach jĂŒngsten Zahlen des Statistikamts Eurostat verbuchte die EU im Warenhandel mit den USA 2024 tatsĂ€chlich einen deutlichen Ăberschuss in Höhe von rund 198 Milliarden Euro.
Im Dienstleistungsbereich hat die EU allerdings ein Handelsdefizit mit den Vereinigten Staaten, so dass sie nach eigenen Angaben in der Gesamtbilanz lediglich einen Ăberschuss von etwa 50 Milliarden Euro hat.
Im Jahr 2024 belief sich der gesamte transatlantische Handel mit Waren und Dienstleistungen nach EU-Zahlen auf rund 1,7 Billionen Euro. Damit hatten die EuropÀische Union und die Vereinigten Staaten zuletzt die umfassendsten bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen der Welt.
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