Tarifverdienste bleiben weiter hinter Inflation zurĂŒck
01.03.2024 - 11:07:53 | dpa.deDie tariflich bezahlten Arbeitnehmer erhielten zwar durchschnittlich 3,7 Prozent mehr Geld als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Das war die höchste Steigerung seit EinfĂŒhrung der Statistik im Jahr 2010. Ihr stand aber eine Inflation von 5,9 Prozent gegenĂŒber. 2023 war damit trotz deutlicher Lohnsteigerungen das dritte Jahr in Folge mit krĂ€ftigen Kaufkraftverlusten fĂŒr die TarifbeschĂ€ftigten. 2022 war das VerhĂ€ltnis noch ungĂŒnstiger bei 2,2 Prozent höheren Verdiensten, die einer Inflation von 6,9 Prozent gegenĂŒberstanden.
Einen groĂen Teil der aktuellen Verdienststeigerungen machen die tariflich vereinbarten Sonderzahlungen aus. Ohne sie wĂ€ren die GehĂ€lter nur um 2,4 Prozent gestiegen. Typischerweise wurden sogenannte InflationsausgleichsprĂ€mien ausgehandelt, die vom Staat bis zu einer Höhe von 3000 Euro steuer- und abgabenfrei gestellt werden. Diese FestbetrĂ€ge bewirken in den unteren Lohngruppen höhere Effekte. Ungelernte und angelernte ArbeitskrĂ€fte konnten so die prozentual höchsten Steigerungen realisieren. Nach Branchen aufgeteilt waren die ZuwĂ€chse am höchsten bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+7,8 Prozent), im Gastgewerbe (+7,1 Prozent) und im verarbeitenden Gewerbe (+5,4 Prozent).
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
