Wirtschaftsweise kritisiert KĂŒrzung von Digitalisierungsmitteln
02.08.2023 - 23:07:10 | dts-nachrichtenagentur.de"Das ist tatsÀchlich Sparen am falschen Ende", sagte Schnitzer dem ZDF Heute-Journal. "Das haben wir anders empfohlen. Hier, muss ich sagen, hat man wirklich die falsche Entscheidung getroffen."
FĂŒr die Digitalisierung der Verwaltung sind im Haushalt fĂŒr das kommende Jahr nur noch 3,3 Millionen Euro vorgesehen, nach 377 Millionen Euro in diesem Jahr. Die Digitalisierung hĂ€lt Schnitzer fĂŒr zentral. Man solle die Krise nutzen, um sich neu aufzustellen, sagte sie. "Das sollten wir jetzt dringend auch nutzen, um die Verfahren in der Verwaltung insgesamt zu beschleunigen. Aber auch die Unternehmen sollten die Chance nutzen, mehr zu digitalisieren, mehr zu automatisieren", so die Inhaberin des Lehrstuhls fĂŒr Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen. "Das brauchen Sie auch, um mit dem FachkrĂ€ftemangel umzugehen, denn sie werden in Zukunft nicht mehr so viele FachkrĂ€fte zur VerfĂŒgung haben. Da ist jetzt die Stunde, um sich zu ĂŒberlegen, wie kann man die Prozesse neu aufsetzen." Schnitzer wies im Hinblick auf die WachstumsschwĂ€che der deutschen Wirtschaft darauf hin, dass die Werte der IndustrielĂ€nder nahe beieinander lĂ€gen. "TatsĂ€chlich sind die Unterschiede nicht so groĂ. Ja, wir werden vermutlich in diesem Jahr leicht schrumpfen, andere leicht wachsen. Aber das liegt unter anderem auch daran, dass wir eine andere Wirtschaftsstruktur haben. Wir sind ein Industrieland. Wir sind momentan stark von den hohen Energiepreisen betroffen", so die Wirtschaftsweise. "Andere LĂ€nder wie zum Beispiel Italien oder Spanien leben vom Tourismus. Und die profitieren momentan davon, dass die Menschen wieder gerne in Urlaub fahren."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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