Zahl, InsolvenzantrÀge

Zahl der InsolvenzantrÀge steigt - 2024 fast 25 Prozent Zuwachs

14.03.2025 - 08:45:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist im Februar 2025 um 12,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Amtsgericht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mit Ausnahme des Juni 2024 (+6,3 Prozent) liegen die Zuwachsraten im Vorjahresvergleich damit seit Juni 2023 im zweistelligen Bereich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. In die Statistik fließen InsolvenzantrĂ€ge erst nach einer Entscheidung des jeweiligen Insolvenzgerichts ein; der Antragszeitpunkt liegt in der Regel etwa drei Monate zuvor. FĂŒr das gesamte Jahr 2024 liegt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei 21.812. Das waren 22,4 Prozent mehr als im Vorjahr, so das Bundesamt weiter. Bereits 2023 hatte die Zahl der Insolvenzen 22,1 Prozent ĂŒber der von 2022 gelegen. Die Statistiker fĂŒhren die ZuwĂ€chse vor allem auf Nachholeffekte gegenĂŒber der Corona-Pandemie zurĂŒck.

So war einerseits von MĂ€rz 2020 bis Mai 2021 die Insolvenzantragspflicht fĂŒr ĂŒberschuldete Unternehmen ganz oder teilweise ausgesetzt, andererseits wurden Unternehmen mit Corona-Hilfen unterstĂŒtzt, die nun unter UmstĂ€nden in Teilen zurĂŒckbezahlt werden mĂŒssen. Das finanzielle Volumen ausstehender Forderungen stieg indes deutlich: Die Forderungen der GlĂ€ubiger aus den im Jahr 2024 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 58,1 Milliarden Euro. 2023 waren es 26,6 Milliarden Euro gewesen. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist auch auf "Großinsolvenzen" mit einer Forderungssumme von 25 Millionen Euro und mehr zurĂŒckzufĂŒhren: Im Jahr 2024 wurden 314 solcher FĂ€lle und damit mehr als doppelt so viele (+127,5 Prozent) registriert als 2023, so das Bundesamt weiter. Besonders viele Insolvenzen verzeichneten die Statistiker im Bereich Verkehr und Logistik. Dort waren pro 10.000 Unternehmen 121,8 Insolvenzen angemeldet worden. Danach folgten das Baugewerbe mit 95,3 sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 92,5 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. In der Gesamtschau gab es 2024 63,5 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Ebenso stieg die Zahl der Privatinsolvenzen. Davon wurden im vergangenen Jahr 71.207 beantragt, ein Plus von 6,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

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