Wirtschaftskrise, IWH

IWH: Zahl der Insolvenzen im Juli weiter auf hohem Niveau

10.08.2023 - 10:39:38 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Juli weiter auf hohem Niveau geblieben.

IWH - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle - Foto: über dts Nachrichtenagentur

Insgesamt zählten die Forscher des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) 1.025 Pleiten von Personen- und Kapitalgesellschaften. Das sind zwei Prozent weniger als im Juni, aber 44 Prozent mehr als im Juli des vorigen Jahres.

Damit lag die Zahl der Insolvenzen im Juli sechs Prozent über dem Durchschnittswert für den Monat Juli in den Jahren 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Schließungen großer Arbeitgeber führen zu hohen und dauerhaften Lohnverlusten bei den Beschäftigten: Laut dem IWH waren in den größten zehn Prozent der Unternehmen, deren Insolvenz im Juli gemeldet wurde, ca. 9.300 Arbeitsplätze betroffen. Die Zahl liegt damit im Juli in etwa auf dem Durchschnittswert für diesen Monat in den Jahren 2016 bis 2019. Die meisten Arbeitsplätze entfallen auf Insolvenzen im Handel und in der Industrie. Die Zahl der betroffenen Industriearbeitsplätze liegt dennoch unter dem Mittel der vergangenen zwölf Monate. "Die hohen Zahlen in den Monaten Juni und Juli markieren das vorläufige Ende des Anstiegs bei den Insolvenzen", sagte IWH-Forscher Steffen Müller. "Für die Monate August und September erwarten wir keinen wesentlichen Anstieg der Insolvenzzahlen", fügte er hinzu.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63893108 |

Weitere Meldungen

Merz verspricht Lufthansa Bedingungen für Wachstum der Branche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will trotz der Herausforderungen des menschengemachten Klimawandels weiterhin auf Wachstum in der Luftfahrtbranche setzen.Der Luftverkehr sei "seit 100 Jahren eine Wachstumsbranche", sagte Merz beim Festakt 100 Jahre Lufthansa am Mittwoch. (Politik, 15.04.2026 - 16:49) weiterlesen...

Regierung schließt längere Frist für Entlastungsprämie nicht aus Die Bundesregierung schließt es nicht aus, dass Arbeitgeber mehr Zeit bekommen werden, die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen.Der Gesetzesvorschlag orientiere sich an der Inflationsausgleichsprämie, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur. (Politik, 15.04.2026 - 13:46) weiterlesen...

DGB ruft Merz zu Benzingipfel mit Ölkonzernen auf Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet, dass die Mineralölkonzerne die geplante Energiesteuersenkung nicht komplett an die Verbraucher weitergeben, und fordert deshalb einen Ölpreisgipfel bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). (Politik, 15.04.2026 - 06:10) weiterlesen...

GKV-Spitzenverband lehnt Reduzierung von Krankenkassen ab Die Forderung von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, die Zahl der gesetzlichen Krankenversicherungen drastisch zusammenzustreichen, sorgt in der Gesundheitsbranche für heftige Kritik."Hier wird mal wieder eine Debatte ohne Hand und Fuß geführt, die an der Realität völlig vorbeigeht", sagte Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, dem "Stern". (Politik, 14.04.2026 - 14:46) weiterlesen...