IWH: Höchstwert bei Firmenpleiten seit Finanzkrise
09.01.2025 - 11:06:40 | dts-nachrichtenagentur.de
Damit liegt die Zahl der betroffenen BeschĂ€ftigten mehr als ein Drittel ĂŒber dem Vormonatswert. Im vierten Quartal 2024 waren 4.215 Personen- und Kapitalgesellschaften mit knapp 38.000 ArbeitsplĂ€tzen von einer Insolvenz betroffen. Die Zahl der Insolvenzen im vierten Quartal 2024 war so hoch wie seit dem Ende der groĂen Wirtschafts- und Finanzkrise Mitte 2009 nicht mehr. Das letzte vierte Quartal mit höheren Werten liegt noch weiter zurĂŒck, im Jahr 2005. "Jahrelang extrem niedrige Zinsen haben Insolvenzen verhindert, und wĂ€hrend der Pandemie sind Insolvenzen aufgrund von Subventionen wie zum Beispiel dem Kurzarbeitergeld ausgefallen", sagte Steffen MĂŒller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. "Der Zinsanstieg und der Wegfall der Subventionen haben ab 2022 Nachholeffekte bei Insolvenzen ausgelöst." Im Jahresvergleich des vierten Quartals ist die Zahl der Insolvenzen von 2023 auf 2024 um 36 Prozent gestiegen. Unter den gröĂeren BundeslĂ€ndern war der Anstieg in Baden-WĂŒrttemberg (+65 Prozent) am stĂ€rksten. Unter den groĂen Insolvenzbranchen lag der Zuwachs im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen mit 47 Prozent am höchsten. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl um 32 Prozent. Bei der Zahl der betroffenen ArbeitsplĂ€tze betrug der Anstieg gegenĂŒber dem vierten Quartal des Vorjahrs lediglich 17 Prozent.
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