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Digitale Nachweise: Neue Regeln für Vorsteuer seit Januar

09.06.2026 - 13:11:15 | boerse-global.de

Verschärfte Compliance-Vorgaben und Digitalisierung treiben Unternehmen 2026 zu Anpassungen in Buchhaltung und Risikomanagement.

Compliance 2026: Strengere Regeln für Anlagenbuchhaltung und IKS
Digitale - Digitale Darstellung von Finanzdaten und Compliance-Berichten in einem modernen Büroumfeld, symbolisiert Risikomanagement und Regulierung. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Anforderungen an Compliance und internes Kontrollsystem (IKS) in der Anlagenbuchhaltung haben sich 2026 massiv verschärft. Steigende regulatorische Vorgaben und die Digitalisierung der Buchhaltungsprozesse setzen Unternehmen unter Druck. Besonders Risikomanagement und Governance rücken in den Fokus.

Anlagenbuchhalter-Kongress: Treffpunkt für Experten

Mitte Oktober wird der 3. Anlagenbuchhalter-Kongress in Mannheim zum zentralen Branchentreff. Vom 14. bis 16. Oktober 2026 stehen dort aktuelle Entwicklungen auf dem Programm. Die Schwerpunkte: rechtssichere Governance-Strukturen und effektive Risikomanagement-Systeme. Experten warnen: Die Compliance-Anforderungen steigen kontinuierlich und erfordern frühzeitige Anpassungen.

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Digitale Nachweise: Neue Regeln seit Januar 2026

Seit Jahresbeginn gelten verschärfte Regeln im Vorsteuer-Vergütungsverfahren. Ein BMF-Schreiben konkretisierte Anfang Juni die Anforderungen für nicht in der EU ansässige Unternehmer. Nachweise müssen seit dem 1. Januar 2026 verpflichtend digital eingereicht werden.

Detail am Rande: Für kleinere Beträge müssen Rechnungen unter bestimmten Schwellenwerten erst auf Anfrage des BZSt vorgelegt werden. Die Maßnahmen harmonisieren die Verfahren mit EU-Standards. Die Handwerkskammer Mannheim bietet dazu am 18. Juni ein Seminar zur revisionssicheren digitalen Belegablage an.

BaFin deckt Mängel auf

Aktuelle Prüfberichte der BaFin zeigen: Viele Versicherer haben Nachholbedarf. Bei über 60 Prozent der untersuchten Unternehmen gab es Beanstandungen in der Internen Revision. Auch die Compliance-Funktionen waren bei knapp 32 Prozent der geprüften Institute mangelhaft.

Und noch ein Fall sorgt für Aufsehen: Die BaFin prüft den Konzernabschluss 2024 der Deka. Der Vorwurf: Der Gewinn soll durch aktivierte Steuererstattungsansprüche aus Cum-Cum-Transaktionen in Höhe von 478 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen sein. Während die Behörde die IFRS-Konformität anzweifelt, verteidigt das Institut seine Bilanzierung. Dass steuerliche Prüfungen teuer werden können, zeigen Zahlen aus 2025: Umsatzsteuer-Sonderprüfungen brachten ein Mehrergebnis von rund 1,69 Milliarden Euro.

KI und digitale Personalakte: Die nächsten Schritte

Künstliche Intelligenz wird zum zentralen Werkzeug in der Compliance – aber nicht als Ersatz für Menschen. Branchenexperten sehen Compliance als datengetriebene Integrationsplattform. Allerdings entstehen neue Risiken: Bei KI-Zulieferern müssen Entscheidungslogiken nachweisbar und vertraglich abgesichert sein. Fachleute fordern eine klare Rollentrennung nach dem Drei-Linien-Modell.

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Auch in der Personalverwaltung tut sich was: Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen entgeltrelevante Unterlagen in digitalen Personalakten elektronisch und maschinell auswertbar vorhalten. Im Maschinenbau kommen zudem Cybersicherheits-Vorgaben durch den Cyber Resilience Act ab Dezember 2027 – ein weiterer Baustein für die rechtliche Resilienz.

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