Deutschland, Europa

Preise für Flugtickets im Herbst stabil

18.12.2025 - 05:00:21 | dpa.de

Direktflüge im Herbst kosten ähnlich viel wie im Vorjahr. Warum kurzfristige Tickets trotzdem spürbar teurer sind und welche Airlines die günstigsten Angebote machen.

Eurowings und Ryanair bieten Direktflüge von deutschen Flughäfen an. - Foto: Henning Kaiser/dpa

Wer in diesem Herbst zu einem Direktflug aufbrechen wollte, musste nicht tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. In der regelmäßigen Preisanalyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) über Billigflieger reichen die Durchschnittspreise von 48 (Wizz) bis 113 Euro (Easyjet) für das Einweg-Ticket ohne Gepäck. Vor einem Jahr betrug die Spanne bei den vier größten Anbietern noch 61 bis 115 Euro mit Eurowings als teuerstem Anbieter. Die Flüge von Netzwerk-Airlines wie der Lufthansa sind in der Analyse nicht enthalten. 

Die Testabfragen zum Buchungstag 23. September ergaben erneut deutliche Unterschiede zwischen kurz- und langfristigen Zeitpunkten des Abflugs. Grundsätzlich sind kurzfristig gebuchte Tickets teurer als solche mit einer längeren Vorlaufzeit. So verlangt der deutsche Marktführer Eurowings zwischen gut 76 Euro bei einem drei Monate entfernten Flug und durchschnittlich 167,29 Euro für Flüge am nächsten Tag. Die günstigsten Durchschnittspreise gab es für einen Monat entfernte Flüge bei Wizz (29,84 Euro) und Ryanair (39,93 Euro). 

Teuerstes Ticket von Ryanair

Das teuerste Einzelticket in der Auswertung hat erneut die irische Ryanair angeboten, die für einen Flug von Köln nach Porto am nächsten Tag 325 Euro aufgerufen hat. Die Iren gehören zu den schärfsten Kritikern der hohen Steuern und Gebühren, die bei Abflügen an deutschen Flughäfen fällig werden. 

Trotz eines starken europaweiten Wachstums hat Ryanair das Angebot in Deutschland deutlich reduziert. Im Schnitt verlangen sie laut Studie für das nackte Ticket in diesem Herbst knapp 72 Euro. Zusätzliche Leistungen wie Gepäck, freie Sitzwahl, schnelles Boarding oder Verpflegung müssen extra bezahlt werden. 

Größtes Angebot ab Berlin

Der Markt für Direktflüge in Deutschland ist dem DLR zufolge im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit stark geschrumpft. In einer untersuchten Woche im Juli 2025 wurden von zwölf Airlines 4.400 Billigflüge auf 758 Strecken angeboten, eine leichte Steigerung vom Vorjahr um 3,2 Prozent. 2019 waren es aber noch 6.600 Flüge. Der Anteil von Direktflügen am gesamten deutschen Flugverkehr ist von 33 Prozent im Jahr 2019 auf aktuell 26 Prozent gesunken.

Die beliebtesten Direktziele von deutschen Flughäfen bleiben Spanien, Italien und Griechenland. Das größte Angebot gibt es in Berlin, Düsseldorf und Köln-Bonn. Stark rückläufig sind hingegen Direktflüge im deutschen Inland.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68425079 |

Weitere Meldungen

Wie eine EU-App Türsteher für Kinder im Netz spielen soll. Auf Vieles haben sie in der Realität trotzdem Zugriff. Die EU will das mit einer neuen App verhindern - bald. Ob Pornos oder Horror-Filme: Kinder sollten im Netz nur jugendfreie Inhalte nutzen dürfen. (Unterhaltung, 15.04.2026 - 16:34) weiterlesen...

Von der Leyen wirbt für Nutzung: App für Alters-Check fertig. im Netz geschützt werden. Dafür ist eine App fertig entwickelt. Die EU-Kommissionspräsidentin sieht nun Deutschland und andere am Zug. Kinder sollen in der EU vor Pornos, Gewalt und Co. (Unterhaltung, 15.04.2026 - 13:12) weiterlesen...

Wie weiter im Streit um Kraftwerk-Beat? EuGH setzt Maßstäbe Das höchste europäische Gericht schafft neue Leitlinien beim Thema Sampling. (Unterhaltung, 14.04.2026 - 15:53) weiterlesen...

Prozess um Kraftwerk: EuGH setzt Maßstäbe für Musik-Sampling 20 Jahre dauerte der Rechtsstreit der Elektro-Band Kraftwerk mit Moses Pelham um zwei Sekunden Musik: Das höchste europäische Gericht beschreibt nun, wann Musik-Sampling als «Pastiche» erlaubt ist. (Unterhaltung, 14.04.2026 - 11:58) weiterlesen...

Stellantis dampft Auto-Entwicklung bei Opel weiter ein. Von der einstmals stolzen Opel-Entwicklung bleibt nur noch ein Bruchteil. Doch zunächst laufen Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Der Autokonzern Stellantis baut in Rüsselsheim noch einmal ab. (Wirtschaft, 10.04.2026 - 12:10) weiterlesen...

Bundesliga wahrt Hoffnung auf fünften Champions-League-Platz. Die drei Siege sorgen auch für Punkte in einer wichtigen Wertung. Die Viertelfinal-Hinspiele im Europapokal hätten für die deutschen Clubs kaum besser laufen können. (Sport, 10.04.2026 - 07:52) weiterlesen...