DIRK, Kodex-Reform

DIRK unterstützt Kodex-Reform: Kay Bommer fordert Übergangszeit für Firmen

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 06:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DIRK unterstützt die Reformrichtung; Kay Bommer fordert einen Übergang, damit Erklärungen für 2026 noch nach bisherigen Regeln möglich sind.

Corporate Governance Kodex: Reform soll Regeln straffen und vereinfachen
Moderner, leerer Konferenzraum mit einem großen Holztisch und natürlichem Lichteinfall durch große Fensterfronten. Illustration mit AI erstellt.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 5. August 2026 neue Änderungsvorschläge für den Deutschen Corporate Governance Kodex veröffentlicht und diese zur Konsultation gestellt. Mit dem Entwurf zielt das Gremium auf eine umfassende Modernisierung des Regelwerks ab, das als zentraler Leitfaden für die Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland dient.

Straffung des Regelwerks und Fokus auf Prinzipien

Der vorgelegte Konsultationsentwurf verfolgt das Ziel, den Kodex spürbar zu straffen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Reform liegt darin, bestehende Doppelungen mit gesetzlichen Vorgaben abzubauen. Statt detaillierter Vorgaben soll das Regelwerk künftig wieder stärker auf übergeordnete Prinzipien und unverbindlichere Anregungen setzen.

Traditionell gliedert sich der Deutsche Corporate Governance Kodex in Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen, die sich an börsennotierte deutsche Gesellschaften richten.

Während Grundsätze wesentliche gesetzliche Bestimmungen widerspiegeln, zeichnen sich Empfehlungen durch eine besondere Verbindlichkeit aus: Sie unterliegen dem bewährten Prinzip, wonach Unternehmen die Vorgaben entweder einhalten oder etwaige Abweichungen offenlegen und begründen müssen.

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Der Konsultationsentwurf vom 5. August 2026 soll den Kodex straffen und Doppelungen mit gesetzlichen Vorgaben abbauen — doch bis zur finalen Fassung bleibt offen, auf welcher Grundlage die Entsprechenserklärung für das laufende Geschäftsjahr abzuschließen ist. Unser kostenloser Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Grundsätze, Empfehlungen und Anregungen trennen und Ihre Berichtssaison planbar halten. Kodex-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern

Anregungen hingegen können ohne gesonderte Offenlegungspflicht flexibel gehandhabt werden. Durch die geplante Verschlankung soll der Kodex an Handhabbarkeit gewinnen, ohne die Standards guter Unternehmensführung zu schwächen.

Konsultationsverfahren und Reaktionen aus der Unternehmenspraxis

Im Rahmen des Konsultationsverfahrens hatten interessierte Kreise und Verbände Gelegenheit, ihre Einschätzungen zu den geplanten Anpassungen einzubringen. Stellungnahmen zu dem Papier konnten bis zum 4. September 2026 per E-Mail bei der Geschäftsstelle der Regierungskommission eingereicht werden.

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Aus der Praxis kommt die Forderung nach einem Übergangszeitraum: Unternehmen sollen ihre Entsprechenserklärung für das Geschäftsjahr 2026 noch verlässlich nach bisheriger Grundlage abschließen können. Unser Fahrplan zeigt, welche Fristen Sie jetzt setzen, welche Unterlagen Sie vorbereiten und wie Sie Abweichungen begründen, ohne Ressourcen doppelt zu binden. Übergangsfristen-Fahrplan jetzt sichern

In der Praxis stoßen die vorgelegten Vorschläge grundsätzlich auf Zustimmung, werfen jedoch auch Fragen zur zeitlichen Umsetzung auf. Wie das Fachmagazin GoingPublic in einem Bericht vom 6. Oktober 2026 darlegte, unterstützt der Deutsche Investor Relations Verband DIRK die generelle Reformrichtung des Konsultationsentwurfs.

Gleichzeitig verweist Kay Bommer in einem Beitrag für die Publikation auf praktische Herausforderungen für die Berichtssaison: Er fordert einen Übergangszeitraum für die Neuregelungen, damit börsennotierte Unternehmen ihre Entsprechenserklärungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 noch verlässlich auf Basis der bisherigen Grundlage abschließen können. Ein solcher Puffer soll den Vorständen und Aufsichtsräten die nötige Rechtssicherheit bei der Anwendung der novellierten Vorgaben gewährleisten.

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